Wie ein Wirbelwind schaut er nicht gerade aus, der Yannic Kiehl von den Düsseldorf Panthern. Obwohl er von den Düsseldorf Typhoons – eben Wirbelwinde – vor knapp fünf Jahren zu den Panthern kam. 140 Kilogramm verteilen sich auf zwei Meter und zwei Zentimeter – Lebendgewicht, von oben und nach unten und von links nach rechts. Oben, unten, links, rechts ist durchaus wichtig, denn der gebürtige Düsseldorfer spielt natürlich in der O-Line der Benrather, da ist groß und breit gefragt und durchaus gewünscht „Ich habe eigentlich schon immer in der Line gespielt“, erzählt der Hüne aus der vordersten Linie der Panther. Damals bei den Typhoons, in seinem Auslandsjahr in Amerika bei den Whitman Handsom Panther in der Highschool und dann natürlich bei den Panthern in Deutschland. Und auch 2017 wird er das schwarze Trikot der Düsseldorfer in der O-Line tragen.

Foto: Hubert Bädorf

Als er 2013 zu den Panthern kam, war nichts zu spüren von der allgemeinen Meinung von Football-Deutschland, dass die Panther ein hochnäsiger Haufen sind, der immer seine eigene Sache macht. „Ja, das stimmt, dass hatte ich auch gehört, aber nichts davon stimmte. Ich wurde von den Jungs prima aufgenommen“, erinnert er sich an sein erstes Jahr. „Die Jungs“, das waren früher zum Beispiel Raphael Llanos und Mahir Köroglu, und unter dem früheren Panther Llanos trainiert er zur Zeit wieder ein wenig, viel und hart. Llanos bietet zusammen mit Erol Seval in diesen Tagen ein besonderes O-Line Training an, an dem Kiehl bis Anfang März teilnimmt. „Das ist wirklich ein super Training, was Raphael da macht.“

Danach geht es wieder zu den Panthern, wo er, wie viele andere auch – eine deutliche Verbesserung spürt. Nicht nur, weil Roland Wolff weiter sein Trainer für seine Unit bleibt, sondern der gesamte Trainerstab der Ersten hat es ihm angetan. „Ich finde, dass das die beste Trainercrew der zweiten Liga ist. Gerade Deejay Anderson passt sehr gut zu den Panthern. Schon als Position Coach hat er es sehr gut verstanden, uns zu trainieren und zu motivieren.“ Und so hofft Yannic natürlich, dass die Panther endlich die Wende schaffen und direkt oben mitspielen können. „Wenn wir mal den ersten Sieg unter Dach und Fach haben, wird vieles einfacher von der Hand gehen. Aber wenn wir es dieses Jahr nicht schaffen, dann auf jeden Fall im nächsten Jahr“, ist sich Kiehl sicher. Die vielen Panther-Fans würden sich freuen, wenn es schon dieses Jahr passieren würde.