Neuzugang Clark Evans spricht im Interview über die Ziele mit seinem neuen Club

Düsseldorf, 19. Januar 2016 – Bereit für neue Aufgaben: Kurz vor Weihnachten verkündeten die Düsseldorf Panther die Verpflichtung von Clark Evans als erstem Importspieler für die GFL-Saison 2016. Im Interview verrät der 25-jährige US-Boy, der als Tight End und Quarterback eingesetzt werden kann, warum er sich für die Panther entschieden hat, was er mit seinem neuen Club vorhat und wie er sich selbst als Footballer einschätzt.

Foto: Screenshot / Youtube-Channel "UH Athletic Department - Manoa"
Foto: Screenshot / Youtube-Channel „UH Athletic Department – Manoa“

Clark, herzlich willkommen bei den Düsseldorf Panthern. Wie kam es zu deiner Entscheidung für unseren Club?
Das hängt zu einem großen Teil ohne Zweifel mit Headcoach Marc Ellgering und seinem Trainerstab zusammen. Sie alle sind bereits seit vielen Jahren auf hohem Niveau im Football aktiv. Gleich während unserer ersten Gespräche konnte ich die Leidenschaft und die Energie für unseren Sport spüren. Meine Entscheidung wurde zudem begünstigt durch mein Interesse für Deutschland im Allgemeinen, das wiederum in meinen deutschen Vorfahren begründet liegt. Ich habe auf der High School Deutsch gelernt, ich liebe Eure Sprache und Kultur. Die einmalige Gelegenheit, in diesem tollen Land zu spielen und zu leben, wollte ich mir daher nicht entgehen lassen.

Erste Auslandserfahrungen konntest du ja bereits im vergangenen Jahr sammeln …
Ja, die Saison in Ljubljana war für mich eine großartige Erfahrung. Auch wenn die Silverhawks kein wirklich professionell geführter Verein sind, war ich beeindruckt, mit welcher Leidenschaft meine europäischen Teamkollegen und Gegner unseren Sport ausüben. Sie alle wollen lernen und dabei helfen, American Football hier in Europa populärer zu machen.

Inwieweit konntest du bereits einen Eindruck von der Qualität der GFL gewinnen?
Die GFL ist eine der besten Footballligen in Europa, vielleicht gehört sie sogar zu den besten fünf Ligen der Welt. Ich weiß zudem, dass wir, die Düsseldorf Panther, der älteste Footballverein Europas sind und auf eine spannende und erfolgreiche Geschichte zurückblicken können. Meines Wissens gewannen die Panther in den 80er und 90er Jahren diverse German Bowls und standen praktisch immer in den Play-offs. Ich werde alles dafür tun, die Panther wieder in die Play-offs zu bringen und sie so zu einem Anwärter auf den German Bowl zu machen.

Ein Blick auf deine Statistiken zeigt, dass du im Jahr 2014 offensichtlich für kein Team im Einsatz warst. Wieso?
In 2014 habe ich trainiert und auf eine Chance gewartet, bei einem NFL-Team vorspielen zu können. Gleichzeitig musste ich einen Vollzeit-Job annehmen, um die Kosten für das intensive Training stemmen zu können. Nachdem sich die Chance auf die NFL leider nicht ergab, entschloss ich mich dazu, meine Karriere zunächst in Europa fortzusetzen. Über die Europlayers-Website lotete ich dann meine Möglichkeiten aus.

Stichwort NFL: Obwohl du als High School- und College-Spieler in diversen Scouting-Ranglisten weit oben geführt wurdest, hat es mit der besten Liga der Welt bislang nicht geklappt. Hast du den Traum aufgeben?
Nein, ich habe nach wie vor das Ziel, auf dem höchstmöglichen Level zu spielen. Zum Thema Rankings kann ich nur sagen: Ja, es ist schön, hoch eingestuft zu werden. Gleichzeitig messe ich diesen Listen nicht allzu viel Bedeutung zu, denn letztlich geht es immer darum, stets der Beste zu sein, der du sein kannst. Und ich war zu jener Zeit einfach nicht gut genug für ein NFL-Team. Das hält mich aber nicht davon ab, so hart wie möglich für meine Ziele zu arbeiten. Und ganz oben auf der Liste meiner Ziele für 2016 steht, den German Bowl nach Düsseldorf zu holen.