Ein aufgebauter Spielertunnel, das Maskottchen Paulchen in Aktion am Spielfeldrand, dazu noch die Nachwuchs-Cheerleader der Pantherettes – wer bereits am frühen Samstag Nachmittag ins Stadion des VfL Benrath kam, der fand sich nicht etwa in einer Generalprobe fürs einige Stunden später startende Saisonfinale „der Ersten“ wieder, sondern durfte bei einem Sieg mit 43:0 (22:0, 14:0, 7:0, 0:0) den erfolgreichen Start der jüngsten Panther in die Rückrunde der Saison 2016 gegen die Bonn Gamecocks erleben.

Normalerweise wird der Spielertunnel mit dem überdimensionalen aufblasbaren Panther-Spieler zu den Begegnungen der U13 nicht genutzt, aber wegen des nachfolgenden GFL-Spiels stand er an diesem Tag nun schon am üblichen Platz. Deshalb ließen sich die Juniors diese Chance nicht entgehen und liefen ganz routiniert und voller Begeisterung aus dem Tunnel aufs Spielfeld.

Foto: Manfred Kühne
Foto: Manfred Kühne

Nach dem Kick-off nutzen die Panther direkt im zweiten Versuch des ersten Drives durch Running Back Pharrel Rüsenberg ihre Chance zum Scoren. Der nachfolgende Versuch einer Two-Point-Conversion klappte dann aber nicht, so dass es zunächst beim 6:0 blieb. Allerdings ergab sich hier sehr schnell die Gelegenheit, um Versäumtes nachzuholen. So lag der Ball, den eben noch die Offense der Bonn Gamecocks in Händen hielt, nach einer Interception mit anschließendem Lauf durch Panther Justus Stausberg direkt wieder an der 20-Yards-Linie der Gäste. Im zweiten Drive dieser Phase der Partie war das „Ei“ unter dem Arm von Pharrel Rüsenberg erneut am Ende des Spielfelds angekommen. Die Chance auf zwei weitere Punkte wurde von Noah Johannes erfolgreich genutzt, so dass die schwarzen Panther ihre Führung auf 14:0 ausbauen konnten.

Nach diesem souveränen Start in das Spiel mussten die gerade nicht eingesetzten restlichen neun Teamkollegen der Kampfhähne (ja, mehr waren es nicht) von der Sideline aus mit ansehen, wie ihr Quarterback für einige Yards Raumverlust gesackt wurde. So blieb den in Blau-Weiß gekleideten Gästen im vierten Versuch nur der Punt, um den Abstand zwischen den Footballer aus der Landeshauptstadt und der eigenen Endzone etwas zu vergrößern. Dies sollte aber nicht lange Bestand haben. Zwar hatte Luke Kühne beim Fangen des Balls „Fair Catch“ signalisiert, dies hielt ihn aber nicht davon ab, kurz vor Ende des ersten Quarters das ovale Objekt der Begierde schnellen Schrittes zum Zwischenstand von 20:0 in die Endzone zu tragen. Kurz danach wurden mit einem 22:0 zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitte schaffte die Mannschaft aus Bonn zwar ihr erstes First Down, musste sich dann aber direkt wieder per Punt bis zur eigenen 40-Yards-Linie vom Angriffsrecht trennen. Nach einer darauf folgenden Verletzungsunterbrechung beförderte Nachwuchs-Panther Kays Hitzer durch einen tollen Lauf das Spielgerät aus dem Backfield bis in die Redzone. Von dort startete Running Back Pharrel Rüsenberg nachfolgend mit dem Ball unterm Arm einen kurzen Lauf bis vier Yards vor die Bonner Endzone. Dann kam das, was vermutlich die meisten der Zuschauer auf der Tribüne erwartet haben: Touchdown und eine TPC, die durch Ricardo Appelt zum Zwischenstand von 30:0 gesichert werden konnte. Vor der 15 Minuten währenden Halbzeitpause war es erneut Pharrel Rüsenberg, der für weitere sechs Punkte sorgte. Dieses 36:0 war dann gleichzeitig der Auslöser für die Anwendung der „Mercy Rule“. Der darauf folgende Versuch einer TPC mündete in einer Interception innerhalb der Bonner Endzone. Aus diesem Ballbesitz konnten die Gamecocks aber keinen Nutzen mehr ziehen.

Nach Wiederanpfiff und einer Strafe gegen die Düsseldorf Panther wollten die Bonn Gamecocks an der eigenen 45-Yards-Linie das Spiel fortsetzen, konnten aber nur einen minimalen Raumgewinn von zwei Yards erreichen. Nach diesem Turnover war es eine Gemeinschaftsaktion von Quentin Schendel und Brooklyn Rüsenberg, die für das 42:0 sorgte. Für die Zuschauer völlig überraschend versuchten es unsere jüngsten Panther danach mit dem Zusatzkick – und siehe: zwar äußerst knapp, aber erfolgreich, schoss Noah Johannes das „Ding“ zum erfolgreichen Extrapunkt durch die gelben Torstangen.

Der letzte Spielabschnitt war geprägt von mehreren verletzungsbedingten Pausen, nicht gültigen weiteren Panther-Touchdowns sowie dem ersten und einzigen Punt der Panther. Am Ergebnis änderte sich hingegen nichts mehr, so dass die stets trotz geringer Kadertiefe tapfer kämpfenden Gamecocks es an diesem Tag nicht aufs Scoreboard schafften.

Scoring: Quarter 1 und 2
  6:0  Pharrel Rüsenberg (TPC failed)
12:0 –
Pharrel Rüsenberg (TPC Noah Johannes)
20:0  Luke Kühne (TPC Paul Pirhammer)
28:0 Ricardo Appelt (TPC Ricardo Apelt)
36:0 Pharrel Rüsenberg (TPC failed)

Scoring: Quarter 3 und 4
42:0 – Brooklyn Rüsenberg (PAT Noah Johannes)