Viertelfinale in Düsseldorf – die Düsseldorf Panther gegen die Schwäbisch Hall Unicorns war von Anfang an ein Spiel auf höchstem Niveau mit zwei siegeswilligen Teams. Bis zur letzten Sekunde hält die Spannung an, ehe erst mit dem Abpfiff das Ergebnis besiegelt wird: 16:12 für die Panther und der Einzug ins Halbfinale.

Bereit für den nächsten Angriff – die O-Line der Panther.

Samstag, 14. Juli 2018, 17 Uhr – Kick-off im Viertelfinalspiel im Panther-Stadion in Düsseldorf Benrath. Der Erste der Gruppe West empfängt den Zweiten der Gruppe Süd – die Düsseldorf Panther gegen die Schwäbisch Hall Unicorns. Die Gäste eröffnen das Spiel mit dem Kick-off und spielen den Panthern den Ball zu. Die versuchen direkt von Anfang an, Vollgas zu geben und möglichst schnell einen gewissen Vorsprung aufzubauen. Etwa zur Halbzeit des ersten Viertels wollen die Panther mit einem Fieldgoal in Führung zu gehen – Kicker Marius Rieks (#24) setzt an, schießt, verfehlt aber leider die Torstangen. Die Schwäbisch Haller sind am Ball und zeigen ebenfalls ihren Siegeswillen, können anfangs aber auch keine Punkte aufs Scoreboard bringen. Stattdessen bietet sich in den folgenden Minuten eine Darbietung von Punts auf beiden Seiten, da bei beiden Mannschaften starke Defenses  Raumgewinn verhindern.

Nur noch wenige Meter bis zum ersten Touchdown – WR Maurice Hahn (#87) auf dem Weg in die Endzone.

Zweites Quarter – neue Chancen für beide Teams. Und diese Chancen scheinen zunächst die Düsseldorfer zu nutzen. Zunächst ist es QB Lucas Wevelsiep (#8), der mit einem Lauf für ein neues First Down sorgt und sein Team somit in eine gute Ausgangslage bringt. Kurz darauf ist es dann WR Maurice Hahn (#87), der einen sensationellen Pass fängt und den Ball sicher in die Endzone trägt. Touchdown Düsseldorf, und Marius Rieks (#24) versenkt den anschließenden Extrapunkt sicher zwischen den Torstangen. Neuer Spielstand: 07:00. Doch der wird knapp danach durch die Unicorns verkürzt – den Schwäbisch Hallern gelingt der Anschlusstouchdown. Der Extrapunktversuch geht allerdings schief und so geht das Spiel fast wieder in eine ausgeglichene Situation. Auf Seiten der Panther ist man sich einig, dass man zumindest mit einem Touchdown Vorsprung in die Halbzeit gehen möchte und versucht entsprechend, in den verbleibenden Sekunden des zweiten Quarters zu scoren. Und kurz vor Ablauf der zweiten zwölf Minuten gelingt das DB Harlan Kwofie (#23) durch eine Interception – gefolgt von einem souveränen Lauf in die Endzone. Der Extrapunktversuch geht schief, aber der Vorsprung ist gesichert – 13:06.

Zweite Halbzeit – drittes Viertel. Die Unicorns beginnen mit einem starken Kick-off Return, allerdings steht dem gegenüber wieder die Defense der Panther, die weiteren großen Raumgewinn zu verhindern weiß. Doch auch die Schwäbisch Haller Defense bietet den Düsseldorfern einen starken Gegenpart. So müssen auch in diesem Quarter einige Angriffsversuche mit Punts abgeschlossen werden. Dennoch sind beide Teams sichtlich noch nicht am Ende ihrer Kräfte und die Panther versuchen, ihren Vorsprung auszubauen, die Unicorns, diesen Vorsprung aufzuholen. Doch das Viertel bleibt auf beiden Seiten ohne Punktgewinn.

Für die Gäste aus Schwäbisch Hall gab es nur selten ein Durchkommen – die starke Defense der Panther.

Viertes Quarter – die letzten zwölf Minuten. Kurz nach Beginn eine Schrecksekunde auf Seiten der Düsseldorfer: ein Punt geht schief und verschafft den Gästen aus Schwäbisch Hall eine gute Ausgangsposition. Diese nutzen sie auch und schaffen den Anschlusstouchdown zum 13:12 – doch die versuchte Two-Point-Conversion kann erfolgreich geblockt werden und die Panther bleiben zumindest einen Punkt im Vorsprung. Doch gerade dieser Moment scheint den Panthern einen zusätzlichen Anstoß zu geben, in den letzten Minuten noch einmal alles zu geben. Sie kommen der Unicorns-Endzone immer näher und als sie sich in einer sicheren Entfernung befinden, probieren sie erneut ihr Glück mit einem Fieldgoal. Kicker Marius Rieks (#24) setzt an, schießt und trifft mitten zwischen die Torstangen; 16:12 der neue Spielstand. Die letzten Sekunden stehen auf der Spieluhr, doch noch immer besteht die Gefahr, dass die Unicorns mit nur einem weiteren Touchdown das Spiel gewinnen. Die Panther Defense ist ein letztes Mal gefragt und verhindert unter tosender Anfeuerung der Fans im Rücken nur wenige Yards vor der eigenen Endzone die letzten zwei Angriffversuche der Unicorns. Abpfiff – die Düsseldorf Panther gewinnen in einem hochspannenden und oftmals nervenaufreibenden Spiel 16:12 gegen die Schwäbisch Hall Unicorns und ziehen somit ins Halbfinale ein.

Headcoach Allan Verbraeken zeigt sich nach dem Spiel und einer kurzen Pause für den Puls zufrieden: „Es war definitiv spannend, zu spannend. Wir hatten ein paar Momente, in denen wir einfach zu inkonsistent und zu undiszipliniert waren. Es gab wieder ein paar unnötige Strafen, aus denen Schwäbisch Hall dann Vorteile ziehen konnte. Dazu kommt jetzt auch noch, dass wir vier Wochen lang kein Spiel hatten und es wirklich nicht einfach war, alle Spieler über diesen Zeitraum motiviert zu halten – das hat sich auch heute in der Partie gezeigt. Aber es war auf jeden Fall ein Play-off-würdiges Spiel mit zwei sehr guten Teams, und deshalb an dieser Stelle auch Respekt an Schwäbisch Hall für diese Leistung. Letztendlich hatten wir einfach das bisschen mehr Glück.“

Am kommenden Samstag geht es für die Düsseldorfer im Halbfinale zu den Wiesbaden Phantoms. Die konnten am vergangenen Wochenende die Dresden Monarchs 19:00 besiegen. Verbraeken weiter: „Das Spiel wird auch wieder auf höchstem Niveau sein. Es sind Play-offs – da gibt es schlichtweg keine einfachen Spiele. Wir werden jetzt in den drei Trainings aus unseren Fehlern von Samstag lernen, die für Wiesbaden beheben und dann alles geben.“

GFLJ Halbfinale: Wiesbaden Phantoms vs. Düsseldorf Panther
Samstag, 21. Juli 2018 – 15:00 Uhr
Helmut-Schön-Sportpark
Wettinerstr. 4, 65189 Wiesbaden

Die Scores in der Übersicht:
06:00 – Maurice Hahn (#87), TD
07:00 – Marius Rieks (#24), PAT
07:06 – Joshua Babatunde, TD
13:06 – Harlan Kwofie (#23), TD
13:12 – Louis Waldmann, TD
16:12 – Marius Rieks (#24), FG

Fotos: © Patrick Herms