Panther U19 mit deutlichem Sieg im Halbfinale gegen Wiesbaden

24. Juli 2018
Patrick Herms

„Ich hab zwei Worte für Euch: JUNIOR BOWL“, so Headcoach Allan Verbraeken zu seinem Team nach dem Halbfinale am vergan­genen Samstag. Die Düsseldorf Panther U19 war zu Gast bei der Wiesbaden Phantoms U19, um den Einzug in das Finale der GFL‑J, den Junior Bowl zu sichern. Nach etwa zweieinhalb Stunden spannendem Football dann das klare Ergebnis: 37:07 für die Panther – next step: Junior Bowl!

Die ersten Punkte für die Panther – Kicker Marius Rieks (#24) setzt zum Fieldgoal an.

Samstag, 21. Juli 2018 – pünktlich um 15:00 Uhr beginnt das Halbfi­nal­spiel zwischen den Wiesbaden Phantoms und den Düsseldorf Panthern mit dem Kick-off durch die Gastgeber. Schon im Vorfeld war klar – dieses Spiel verspricht spannend zu werden, schließlich sind Play-offs und es stehen sich zwei Teams gegenüber, die sich seit April in mehreren Spielen gegen ihre Gegner bis zu diesem Punkt behaupten konnten. Dennoch scheint es, als starten die Panther besser in die Partie. Die Offense ist am Ball und schafft es mit sehr guten Pass- und Laufspielen nah an ihr Ziel, die Wiesba­dener Endzone. Als man sich in sicherer Distanz sieht, stellt sich das Team zum Fieldgoal-Versuch auf: Kicker Marius Rieks (#24) setzt an, schießt und versenkt den Football zielsicher zwischen den Torstangen. Bemer­kenswert an diesem ersten Angriff: die ersten sechs Spiel­mi­nuten waren ununter­brochen die Panther am Ball und konnten sich gegen die Defense der Phantoms jedes Mal durch­setzen. Das Ergebnis dieses Angriffs: der neue Spiel­stand 00:03.

Unauf­haltbar zum Touchdown – WR Maurice Hahn (#87)

Quarter zwei – und langsam aber sicher kommen auch die Phantoms ins Spiel. Die Offense wirkt stärker und schafft es auch an manchen Stellen, die Panther-Defense zu durch­brechen. Kurz nach Viertel­beginn dann eine Schreck­se­kunde für die Panther: den Wiesba­denern gelingt es, an der Düssel­dorfer Defense vorbei­zu­kommen und mit dem Ball in die Endzone zu rennen. Doch aufgrund einer Strafe gegen die Gastgeber wird dieser Touchdown nicht gewertet – es bleibt beim Spiel­stand 00:03. Für die Panther scheint das ein Ansporn zu sein, die Vertei­digung noch etwas zu stärken und den Punkte­vor­sprung auszu­bauen. Kurz darauf gelingt beides in einem Zug – DB Flamur Simon (#30) schafft eine Inter­ception und als hätte er nie etwas anderes gemacht, rennt er souverän an mehreren Wiesba­dener Gegnern vorbei in die Endzone – Touchdown Düsseldorf! Kicker Marius Rieks (#24) sorgt danach für den Extra­punkt und die Panther erhöhen den Spiel­stand auf 00:10. Doch noch bevor das zweite Viertel endet, sollen noch einmal Punkte hinzu kommen: Die Panther Offense ist am Zug und prescht weit nach vorne, und letzt­endlich ist es WR Maurice Hahn (#87), der den entschei­denden Touchdown vor der Halbzeit erzielt. Eine Two-Point-Conversion im Anschluss geht schief, doch der Spiel­stand ist gesichert – 00:16.

Standhaft bis zur letzten Sekunde – die Defense der Düsseldorf Panther

Zweite Halbzeit – und für beide Teams wird es ernst. Die Wiesba­dener wollen den Rückstand möglichst schnell aufholen, während die Düssel­dorfer ihren Vorsprung noch viel weiter ausbauen wollen. Schnell wird klar, dass beide Mannschaften noch längst nicht am Ende ihrer Kräfte sind. Sowohl bei den Phantoms als auch bei den Panthern dominiert nun haupt­sächlich die Defense und lässt kaum Angriffe der gegne­ri­schen Offense zu. Zwar gelingt auch den Gastgebern eine Inter­ception, jedoch können sie diese Chance anschließend nicht umsetzen, weil sie von den Düssel­dorfern gebremst werden.

Perfektes Zusam­men­spiel – der “Zweier-Touchdown” von RB Nafiu Banjoko (#22) und WR Max Redlich (#28)

Viertes Quarter – das punkte­reichste des ganzen Spiels. Schon kurz nach Viertel­beginn schaffen die Panther es noch einmal, ihren großar­tigen Parade­touchdown aus dem zweiten Quarter zu wieder­holen. Dieses Mal ist es DB Harlan Kwofie (#23), der eine Inter­ception erzielt und den Football direkt im Anschluss sicher über mehr als 50 Yards in die Wiesba­dener Endzone trägt – Touchdown Düsseldorf. Gefolgt vom Extra­punkt durch Kicker Marius Rieks (#24) ergibt sich so ein neuer Spiel­stand von 00:23. Kurz darauf die nächste, sehr gute Chance für die Panther. Nach einer großar­tigen Leistung der Defense sind die Wiesba­dener gezwungen, aus ihrer eigenen Endzone zu punten und schaffen für die Panther einen neuen Angriffs­versuch von der 25 Yards-Linie aus. Zuerst ist es QB Lucas Wevelsiep (#8) selbst, der mit einem Lauf sein Team noch näher an die Endzone der Phantoms bringt. Und danach bietet sich den Zuschauern und Panther-Fans ein spekta­ku­lärer Touchdown: RB Nafiu Banjoko (#22) läuft mit dem Ball los, verliert ihn aller­dings kurz vor der Endzone. Doch WR Max Redlich (#28) kann das Ei aufnehmen und vollendet diesen außer­ge­wöhn­lichen aber genauso spekta­ku­lären „Zweier-Touchdown“. Kicker Marius Rieks (#24) setzt dieser Glanz­leistung die Krone auf und die Panther treiben das Scoreboard weiter in die Höhe – 00:30. Den Düssel­dorfern merkt man sichtlich an, wie sicher sie sich fühlen, doch in einem kurzen Moment der Unacht­samkeit auf Seiten der Panther gelingt den Phantoms der Anschluss­touchdown durch WR Nicolas Magel (#11). Mit etwas mehr als einer Minute auf der Uhr versuchen die Panther es aber erneut, noch einen weiteren Touchdown zu erzielen. Und von den Anfeue­rungs­rufen der rund fünfzig mitge­reisten Zuschauern beflügelt, kommen sie tatsächlich bis auf wenige Yards an die Wiesba­dener Endzone heran. Noch zwei Sekunden auf der Uhr, und der letzte Versuch für die Panther. RB Nafiu Banjoko (#22) erhält den Ball von QB Lucas Wevelsiep (#8), hält ihn (dieses Mal) fest im Arm und läuft geradewegs in die Endzone – Touchdown Düsseldorf mit exakt null Sekunden verblei­bender Spielzeit. Dennoch bekommen die Panther die Möglichkeit des Extra­punkts, und der wird als Premiere zum ersten Mal in einem Spiel von Daniel Andersen (#52) durch­ge­führt – und geht perfekt mitten durch die Torstangen. Endstand im Spiel Wiesbaden gegen Düsseldorf: 07:37.

Nach dem Spiel empfängt Headcoach Allan Verbraeken seine Jungs im Huddle: „Ich hab zwei Worte für Euch: JUNIOR BOWL!“ Denn mit diesem Sieg im Halbfinale haben sich die Panther das Ticket für den Junior Bowl 2018 am 4. August in Stuttgart gesichert. Verbraeken zeigt sich zufrieden: „Erst einmal freue ich mich natürlich sehr über die Quali­fi­kation für den Junior Bowl, jetzt im zweiten Jahr in Folge. Das Ergebnis von heute ist echt gut, zwei tolle Inter­ception-Touch­downs der Defense, drei Offense-Touch­downs und noch ein Fieldgoal oben drauf, das ist wirklich super. Ich denke, wir waren einfach das physisch überlegene Team und haben Wiesbaden im Vorfeld auch gut gescoutet. Deshalb wussten wir genau, was uns erwartet.“
Auch die Fehler der vorhe­rigen Spiele wurden gut ausge­bessert. „Wir haben definitiv an uns gearbeitet und Fehler­quellen analy­siert und beseitigt, darüber freue ich mich. Es war immer noch nicht perfekt, gab manche unnötige Strafen, aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Wir können uns jetzt erst einmal über dieses Ergebnis und das Spiel freuen und stolz auf uns sein“, so Verbraeken weiter.

Das Team der Düsseldorf Panther U19 nach dem fantas­ti­schen Sieg im Halbfinale.

Am 4. August findet dann das Final­spiel der GFL‑J statt, der Junior Bowl. Austra­gender Verein sind in diesem Jahr die Stuttgart Scorpions, die selbst aller­dings nicht am Endspiel teilnehmen werden – sie wurden am vergan­genen Samstag vom amtie­renden deutschen Meister, den Paderborn Dolphins geschlagen. Somit wiederholt sich zumindest von der Besetzung ein Stück weit der Junior Bowl aus dem letzten Jahr, denn auch da traten die Düssel­dorfer gegen die Pader­borner an. „Wir kennen die Dolphins schon sehr gut“, fügt Verbraeken hinzu. „Aber das gilt natürlich genauso auch für die. Das Endspiel ist immer ein Spiel für sich, schließlich geht es für beide Teams um die Meister­schaft. Und dieses Mal geht es sogar um die Titel­ver­tei­digung für Paderborn. Wir werden die verblei­benden zwei Wochen optimal nutzen, um uns auf das vorzubereiten.“

Die Scores in der Übersicht:
03:00 – Marius Rieks (#24), FG
09:00 – Flamur Simon (#30), INT-TD
10:00 – Marius Rieks (#24), PAT
16:00 – Maurice Hahn (#87), TD
22:00 – Harlan Kwofie (#23), INT-TD
23:00 – Marius Rieks (#24), PAT
29:00 – Nafiu Banjoko (#22) & Max Redlich (#24), TD
30:00 – Marius Rieks (#24), PAT
30:06 – Nicolas Magel (#11), TD
30:07 – Felix Metz (#7), PAT
36:07 – Nafiu Banjoko (#22), TD
37:07 – Daniel Andersen (#52), PAT

Fotos: © Patrick Herms

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