Die Woche vor dem Spiel im südlichen Bonner Sportpark Pennenfeld hatten Headcoach Steve Olschowski und seine Trainer-Crew alle Hände damit zu tun, den furiosen Sieg gegen die Cologne Crocodiles aus den Köpfen der Spieler zu bekommen. Und auch zum Start des Spiels gegen die Bonn Gamecocks sah es im ersten Viertel danach aus, dass die jungen Raubkatzen mental noch bei der Siegesparty vom vorigen Samstag waren. Zwar gingen die Düsseldorf Panther schnell mit 14 Punkten in Führung. Doch durch individuelle Fehler, die auf Unkonzentriertheit zurückzuführen waren, hielt die Defense der Panther die Hausherren ungewollt länger auf dem Platz. So stand es nach dem ersten Viertel nur noch 12:14 für die Panther.

Nach einem Weckruf der Coaches lief es für die Panther eindeutig besser. (Foto: Frank Hennig)

Erst eine kräftige Standpauke des Headcoaches weckte die Defensive auf und auch die Offensive der Düsseldorfer kam auf Touren. Zuvor hatten Pharell Rüsenberg per Lauf und Luca Schmitt, nach tollen Pass von Philipp Bilgeri, die Panther in Front gebracht. Ab dem zweiten Viertel aktivierten die Panther dann den Turbo und holten einen Touchdown nach dem anderen. Ergänzend ließ auch die Defense dem Quarterback der Bonner keine Zeit mehr zum Atmen. Immer wieder stoppten die Panther die Gamecocks und holten die eigene Offensive aufs Feld zurück. So stand es durch Touchdowns von Philipp Bilgeri, Pharell Rüsenberg, der einen Pass von seinem Bruder Brooklyn in der Endzone fing, und Lukas Baxmann, der erneut schneller als seine Gegner war und den Ball in der Endzone ablegte, zur Pause 12:36. Doch die Düsseldorf Panther hatten noch nicht genug und wollten etwas für das Punkteverhältnis tun. So sorgten Lukas Baxmann und Brooklyn Rüsenberg mit ihren zweiten Touchdowns des Tages im dritten Quarter für den 12:50 Endstand.

„Ich habe die ganze Woche davor gewarnt, Bonn zu unterschätzen und trotzdem ließen wir sie durch dumme Fehler ins Spiel zurückkommen. Doch mein Team hat dann doch noch die Kurve bekommen und das umgesetzt, was wir die vergangenen Tage durchgesprochen und trainiert haben. Ein großes Lob an meine Jungs, die nach dem ersten Quarter wieder in die Spur zurückgefunden haben und sich mit diesem tollen Sieg selbst belohnt haben. Jetzt werden wir die nächste Woche zur Regeneration und zur Vorbereitung auf das rheinische Derby nutzen, um im Rückspiel in Köln bei den Crocodiles wieder beim Maximum unseres Leistungspotentials zu sein. Bonn hat uns alles abverlangt und uns unsere Schwächen aufgezeigt“, gab Steve Olschowski in seiner Spielanalyse mit Blick aufs nächste Aufeinandertreffen mit dem ständigen Rivalen aus der Domstadt zu Protokoll.

Weiter sagte er: „Wenn wir die Leistung des Hinspiels und der letzten drei Quarter in Bonn abrufen können, wird es für die Crocodiles schwer uns zu besiegen. Trotzdem müssen wir nach dem Kick-off um 12.00 Uhr auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und unser Spiel zu 100 Prozent auf den Platz bringen, um Köln zu schlagen.“

„Bonn war unser bisher schwersten Spiel, auch wenn der Endstand etwas Anderes sagt!“, ergänzte Offensive Coordinator Albrecht Bialas und lobte nochmals die Fairness und das insgesamt starke Auftreten der Hausherren.

1. Quarter
00:08 (Lauf) Pharrell Rüsenberg, Two-Point-Conversion durch Lauf von Louis Witz
00:14 Pass von Philipp Bilgeri auf Luca Schmitt
2. Quarter
12:20 Lauf durch Philipp Bilgeri
12:28 Lauf durch Lukas Baxmann, Two-Pont-Conversion Thomas Ferber per Lauf
12: 36 Pass von Brooklyn Rüsenberg auf Pharell Rüsenberg, Two-Point-Conversion durch Brooklyn Rüsenberg
3. Quarter
12:42 Brooklyn Rüsenberg per Lauf
12:50 Lauf durch Lukas Baxmann, Two-Point-Conversion nach Pass von Philipp Bilgeri auf Brooklyn Rüsenberg
4. Quarter
blieb für beide Mannschaften ohne Punkte