Mutige Ham­burg Hus­kies ent­füh­ren zwei Punkte aus Düs­sel­dorf

12. Mai 2015
Carsten van Zanten

Pan­ther ver­lie­ren 10:27, erhal­ten aber bereits Sams­tag Gele­gen­heit zur Revan­che

Düs­sel­dorf, 12. Mai 2015 – Span­nen­de­rer Spiel­ver­lauf als das Ergeb­nis auf den ers­ten Blick ver­mu­ten lässt: Mit 27:10 gewan­nen die Ham­burg Hus­kies am ver­gan­ge­nen Sams­tag bei den Düs­sel­dorf Pan­thern. Es war der erste GFL-Sieg über­haupt in der Ver­eins­ge­schichte des Auf­stei­gers aus dem Nor­den – ent­spre­chend groß die Freude im Lager der Han­sea­ten. 1.078 Zuschauer hat­ten zuvor ein hoch unter­halt­sa­mes Spiel zwi­schen zwei Teams auf Augen­höhe erlebt, in dem sich die Gäste schließ­lich vor allem dank einer über­le­gen geführ­ten Anfangs­phase und einer nicht min­der ein­drucks­vol­len Schluss­of­fen­sive durch­setz­ten. Bereits am kom­men­den Wochen­ende führt der GFL-Spiel­plan Hus­kies und Pan­ther wie­der zusam­men, denn im Ham­bur­ger Sta­dion „Ham­mer Park“ kommt es am Sams­tag, 16. Mai (Kick-off: 17 Uhr) zum Rück­spiel zwi­schen bei­den Mann­schaf­ten.

Foto: Birgit Häfner

Foto: Bir­git Häf­ner

Düs­sel­dorf Pan­ther trotz Nie­der­lage mit erho­be­nen Köp­fen: Die Par­tie gegen die Ham­burg Hus­kies war auf Sei­ten der Raub­kat­zen mit gro­ßer Span­nung erwar­tet wor­den. Das Spiel gegen den Auf­stei­ger sollte Fans und Ver­ant­wort­li­chen des ältes­ten Foot­ball­ver­eins Euro­pas end­lich ver­läss­li­chen Auf­schluss über die wahre Leis­tungs­stärke des eige­nen Teams geben. Denn weder der deut­li­che Auf­takt­sieg gegen ver­un­si­cherte Ber­lin Adler (30:0) noch die deut­lich Nie­der­lage gegen die hoch über­le­ge­nen Mon­archs in Dres­den (0:70) konn­ten bis­lang als aus­sa­ge­kräf­tige Grad­mes­ser die­nen.

Zwar ging das Heim­spiel gegen die Ham­bur­ger mit 10:27 ver­lo­ren, den­noch herrschte auf Düs­sel­dor­fer Seite Zuver­sicht, denn das schein­bar deut­li­che Ergeb­nis spie­gelt den tat­säch­li­chen Spiel­ver­lauf etwas ver­zerrt wie­der. „Am ver­gan­ge­nen Sams­tag konn­ten wir sehen, dass wir die Hus­kies schla­gen kön­nen, wenn uns unsere Uner­fah­ren­heit nicht in der ein oder ande­ren Szene ent­schei­dend in die Quere kommt“, fasst Pan­ther-Head­coach Marc Ell­ge­ring das Gesche­hen zusam­men. „Aber das darf uns nicht über­ra­schen, es war ange­sichts unse­res aktu­el­len Ent­wick­lungs­stand zu erwar­ten. Auch weise ich dar­auf hin, dass wir eini­gen Spie­lern recht viel Spiel­zeit gege­ben haben, obwohl die Stamm­spie­ler auf ihren Posi­tio­nen wie­der zur Ver­fü­gung stan­den. Glei­ches gilt für die erst kürz­lich zu uns gesto­ße­nen Spie­ler, die wir so lang­sam unter Wett­kampf­be­din­gun­gen ins Team inte­grie­ren wol­len. Zusätz­lich haben Spie­ler ihre Chance genutzt, wel­che sie durch die Ver­hin­de­rung ande­rer bekom­men haben. Dadurch wer­den wir in der Zukunft einen grö­ße­ren wett­kampf­fä­hi­gen Kader haben, wie die ein­ge­setz­ten Spie­ler bewei­sen konn­ten.“

Die Hus­kies began­nen druck­voll und bestimm­ten das Gesche­hen in der Anfangs­phase des Spiels teil­weise nach Belie­ben. Nach etwas mehr als fünf Minu­ten im ers­ten Vier­tel lief Run­ning Back Tyson Giza aus sie­ben Yards erst­mals in die Pan­ther-End­zone, der fol­gende Extra­punkt fiel dem böi­gen Wind zum Opfer. Nach rund fünf Minu­ten im zwei­ten Drit­tel sorgte Ham­burgs Quar­ter­back Reg­gie Lang­ford für den zwei­ten Touch­down der Gäste. Der 13:0‑Rückstand wirkte wie ein Weck­ruf für die Gast­ge­ber, die von jetzt auf gleich das Kom­mando über­nah­men – nicht zuletzt weil Pan­ther-Quar­ter­back Manuel Engel­mann und seine Angrei­fer ver­mehrt aufs Lauf­spiel setz­ten.

Drei­ein­halb Minu­ten vor der Halb­zeit­pause dann der ver­diente Lohn: Die Haus­her­ren ver­kürz­ten durch den Touch­down von Run­ning Back Aaron Price und dem ver­wan­del­ten Extra­punkt auf 7:13. Auch nach dem Wie­der­be­ginn blie­ben die Pan­ther am Drü­cker, wei­tere Punkte spran­gen aber erst zu Beginn des Schluss­vier­tels wie­der her­aus: Danny Lange ver­wan­delte einen Field Goal-Ver­such.

Dann jedoch endete die Auf­hol­jagd, die Hus­kies ihrer­seits beka­men wie­der Ober­was­ser und stell­ten mit zwei wei­te­ren Touch­downs – den ers­ten davon aus­ge­rech­net durch den ehe­ma­li­gen Düs­sel­dor­fer Domi­nic Han­sel­mann – auf den End­stand von 27:10 aus ihrer Sicht. „„Es ist nicht alles gut gelau­fen, doch ein Sieg ist ein Sieg“, so Hus­kies-Head­coach André Schle­e­mann. „Ich bin super happy.“

Sein Gegen­über Marc Ell­ge­ring rich­tete den Blick schon auf das bevor­ste­hende Rück­spiel in Ham­burg am kom­men­den Sams­tag: „Wie bereits in den ers­ten bei­den Sai­son­spie­len sam­mel­ten wir auch die­ses Mal natür­lich wie­der wich­tige Erfah­run­gen, die wir in Zukunft benö­ti­gen, um sol­che Par­tien für uns ent­schei­den zu kön­nen – viel­leicht ja schon am kom­men­den Sams­tag. Beide Mann­schaf­ten wer­den jetzt die Auf­zeich­nung des Spiels ana­ly­sie­ren und Ver­än­de­run­gen vor­neh­men, sofern ihnen dies unter den vor­herr­schen­den Bedin­gun­gen mög­lich ist. Ich rechne fest mit einem wei­te­ren span­nen­den Spiel.“

Fans, die das bevor­ste­hende Christi Him­mel­fahrt-Wochen­ende nicht für einen Aus­flug nach Ham­burg nut­zen kön­nen oder wol­len, sei die Live-Über­tra­gung des Pan­ther-Fan­ra­dios über www.wunschklang.com ans Herz gelegt. Sen­dungs­be­ginn ist am Sams­tag um 16.45 Uhr, also eine Vier­tel­stunde vor dem Kick-off.

9. Mai 2015: Düs­sel­dorf Pan­ther vs. Ham­burg Hus­kies
Sta­dion: VfL Ben­rath
Zuschauer: 1.078

Sco­ring:

1. Vier­tel:
0:6 Touch­down Hus­kies – Tyson Giza (Run, 57 Yards; 5.28 Min.), PAT fai­led

2. Vier­tel:
0:13 Touch­down Hus­kies – Reg­gie Lang­ford (Run, 7 Yards; 4.27 Min. ), PAT good
7:13 Touch­down Pan­ther – Aaron Price (Run, 1 Yard; 8.24 Min.), PAT good

4. Vier­tel:
10:13 Field Goal Pan­ther – Danny Lange (40 Yards; 0.12 Min.)
10:20 Touch­down Hus­kies – Domi­nic Han­sel­mann (Pass von Reg­gie Lang­ford, 23 Yards; 5.37 Min.), PAT good
10:27 Touch­down – Tyson Giza (Run, 7 Yards; 8.05 Min.), PAT good

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