„Müs­sen heute mit Pla­nun­gen für Neu­auf­bau begin­nen“

22. September 2019
Jürgen Nitsch

Die Hoff­nung stirbt bekannt­lich zuletzt – aber selbst die ist bei den Pan­thern nun end­gül­tig mau­se­tot und begra­ben. Nach dem depri­mie­rend deut­li­chen 14:47 (0:7, 6:13, 0:14, 8:13) im Hin­spiel der Rele­ga­tion gegen die Elms­horn Figh­t­ing Pira­tes gaben auch die letz­ten ver­blie­be­nen Opti­mis­ten bei den Düs­sel­dor­fern zu, dass das Team 2019 schlicht nicht erst­li­ga­taug­lich ist. „Wir wol­len uns beim Rück­spiel in zwei Wochen noch mit Anstand aus der Liga ver­ab­schie­den. Aber heute müs­sen die Pla­nun­gen für den Neu­auf­bau in der GFL2 nächs­tes Jahr begin­nen“, sagte Head­coach Tim John­son.

Foto Peter Koch

In sei­ner Ana­lyse fand der Chef­trai­ner des ältes­ten Foot­ball-Ver­eins in Europa zwar noch einen – zuge­ge­ben win­zi­gen – posi­ti­ven Aspekt, urteilte aber auch: „So lange wir so viele so krasse Feh­ler pro­du­zie­ren, haben wir kei­ner­lei Chance.“ Dass der Angriff der Düs­sel­dor­fer dies­mal immer­hin fast 400 Yards Raum­ge­winn schaffte (zum Ver­gleich: vier­mal so viel wie bei der 3:28-Blamage gegen Köln zwei Wochen zuvor), lag nicht nur daran, dass die Defense Line der Pira­tes kör­per­lich deut­lich schwä­cher war als die ihrer zukünf­ti­gen Erst­liga-Kon­kur­renz, son­dern auch an der star­ken Vor­stel­lung der Offense Line der Gast­ge­ber, die Run­ning­back Ser­gej Ken­dus den Weg zu 143 Lauf­y­ards (im Schnitt mehr als fünf Yards) ebnete.

„Da hat man gese­hen, dass wir daran in den ver­gan­ge­nen Wochen inten­siv gear­bei­tet haben.“ Ebenso unüber­seh­bar aller­dings die Schwä­chen im Pass­spiel, wobei oft nicht klar war, ob Quar­ter­back Tre­vor Vasey oder seine Wide Recei­ver ihre Auf­ga­ben nicht erst­li­ga­reif erle­dig­ten und die von John­son ange­spro­che­nen Feh­ler ver­ur­sach­ten. Da wirkte auch der Mut, gleich fünf­mal einen vier­ten Ver­such aus­zu­spie­len – was kein ein­zi­ges Mal erfolg­reich war – eher wie blanke Ver­zweif­lung.

Ein­mal mehr völ­lig über­for­dert war die Abwehr der Gast­ge­ber: Elms­horns bekannt star­kes Lauf­spiel beka­men die Raub­kat­zen nie wirk­lich in den Griff und zudem brachte Spiel­ma­cher Ryan Sam­ple bei­nahe spie­le­risch 80 Pro­zent sei­ner Pässe an den Mit­spie­ler. So hatte ‚Pira­ten-Häupt­ling‘ Jörn Maier nach­her allen Grund zur Zufrie­den­heit. „Auch wenn wir auf kei­nen Fall über­heb­lich ins Rück­spiel gehen, glaube ich, dass wir einen gro­ßen Schritt in Rich­tung der GFL gemacht haben.“ Ein wenig zögernd gab der Elms­hor­ner Head­coach, in Düs­sel­dorf aus sei­ner Zeit als Assis­tent bei Rhein Fire bekannt, zu: „Ja, ich hatte die Pan­ther schon stär­ker erwar­tet, aber sie haben eben durch die Sai­son immer viele Feh­ler gemacht.“

Düs­sel­dorf Pan­ther – Elms­horn Figh­t­ing Pira­tes 14:47 (0:7, 6:13, 0:14, 8:13)

0:7 Julian Trekel (6‑Y­ards-Pass von Ryan Sam­ple , PAT Sören Becker)
0:14 Diego San­chez, (20-Yards-Pass von Ryan Sam­ple, PAT Sören Becker)
0:20 Ste­phen Yepmo, (56-Yards-Lauf)
6:20 Feli Manoka, (70-Yards-Pass von Tre­vor Vasey)
6:27 Khairi Dick­son, (14-Yards-Lauf, PAT Sören Becker)
6:34 Khairi Dick­son, (4‑Y­ards-Lauf, PAT Sören Becker)
6:41 Ben­ja­min Mau, (4‑Y­ards-Pass von Ryan Sam­ple, PAT Sören Becker)
6:47 Julian Völ­ling, (13-Yards-Pass von Ryan Sam­ple)
14:47 Mont­rell Pat­ter­son, (13-Yards-Pass von Tre­vor Vasey, Two-Point-Con­ver­sion: Tim Haver Dro­eze, Pass von Tre­vor Vasey

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