Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – aber selbst die ist bei den Panthern nun endgültig mausetot und begraben. Nach dem deprimierend deutlichen 14:47 (0:7, 6:13, 0:14, 8:13) im Hinspiel der Relegation gegen die Elmshorn Fighting Pirates gaben auch die letzten verbliebenen Optimisten bei den Düsseldorfern zu, dass das Team 2019 schlicht nicht erstligatauglich ist. „Wir wollen uns beim Rückspiel in zwei Wochen noch mit Anstand aus der Liga verabschieden. Aber heute müssen die Planungen für den Neuaufbau in der GFL2 nächstes Jahr beginnen“, sagte Headcoach Tim Johnson.

Foto Peter Koch

In seiner Analyse fand der Cheftrainer des ältesten Football-Vereins in Europa zwar noch einen – zugegeben winzigen – positiven Aspekt, urteilte aber auch: „So lange wir so viele so krasse Fehler produzieren, haben wir keinerlei Chance.“ Dass der Angriff der Düsseldorfer diesmal immerhin fast 400 Yards Raumgewinn schaffte (zum Vergleich: viermal so viel wie bei der 3:28-Blamage gegen Köln zwei Wochen zuvor), lag nicht nur daran, dass die Defense Line der Pirates körperlich deutlich schwächer war als die ihrer zukünftigen Erstliga-Konkurrenz, sondern auch an der starken Vorstellung der Offense Line der Gastgeber, die Runningback Sergej Kendus den Weg zu 143 Laufyards (im Schnitt mehr als fünf Yards) ebnete.

„Da hat man gesehen, dass wir daran in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet haben.“ Ebenso unübersehbar allerdings die Schwächen im Passspiel, wobei oft nicht klar war, ob Quarterback Trevor Vasey oder seine Wide Receiver ihre Aufgaben nicht erstligareif erledigten und die von Johnson angesprochenen Fehler verursachten. Da wirkte auch der Mut, gleich fünfmal einen vierten Versuch auszuspielen – was kein einziges Mal erfolgreich war – eher wie blanke Verzweiflung.

Einmal mehr völlig überfordert war die Abwehr der Gastgeber: Elmshorns bekannt starkes Laufspiel bekamen die Raubkatzen nie wirklich in den Griff und zudem brachte Spielmacher Ryan Sample beinahe spielerisch 80 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler. So hatte ‚Piraten-Häuptling‘ Jörn Maier nachher allen Grund zur Zufriedenheit. „Auch wenn wir auf keinen Fall überheblich ins Rückspiel gehen, glaube ich, dass wir einen großen Schritt in Richtung der GFL gemacht haben.“ Ein wenig zögernd gab der Elmshorner Headcoach, in Düsseldorf aus seiner Zeit als Assistent bei Rhein Fire bekannt, zu: „Ja, ich hatte die Panther schon stärker erwartet, aber sie haben eben durch die Saison immer viele Fehler gemacht.“

Düsseldorf Panther – Elmshorn Fighting Pirates 14:47 (0:7, 6:13, 0:14, 8:13)

0:7 Julian Trekel (6-Yards-Pass von Ryan Sample , PAT Sören Becker)
0:14 Diego Sanchez, (20-Yards-Pass von Ryan Sample, PAT Sören Becker)
0:20 Stephen Yepmo, (56-Yards-Lauf)
6:20 Feli Manoka, (70-Yards-Pass von Trevor Vasey)
6:27 Khairi Dickson, (14-Yards-Lauf, PAT Sören Becker)
6:34 Khairi Dickson, (4-Yards-Lauf, PAT Sören Becker)
6:41 Benjamin Mau, (4-Yards-Pass von Ryan Sample, PAT Sören Becker)
6:47 Julian Völling, (13-Yards-Pass von Ryan Sample)
14:47 Montrell Patterson, (13-Yards-Pass von Trevor Vasey, Two-Point-Conversion: Tim Haver Droeze, Pass von Trevor Vasey