Letz­tes Auf­ge­bot der Pan­ther ist in Dres­den chan­cen­los

19. Juni 2016
Jürgen Nitsch

Düs­sel­dorf, 19. Juni 2016 – Dres­den war für die Düs­sel­dorf Pan­ther ein­mal mehr keine Reise wert. Mit dem kla­ren 14:61 (6:21, 0:21, 8:13, 0:6) gegen die Mon­archs kas­sier­ten die Schütz­linge von Head­coach Marc Ell­ge­ring im fünf­ten Sai­son­spiel der Ger­man Foot­ball League ihre fünfte Nie­der­lage. „Unsere Jungs haben alles gege­ben, aber mehr war in die­ser Beset­zung ein­fach nicht drin“, resü­mierte der Düs­sel­dor­fer Chef­trai­ner, der auf­grund von Ver­let­zun­gen, Krank­heit und beruf­lich beding­ten Aus­fäl­len auf gerade ein­mal 30 Spie­ler zurück­grei­fen konnte.

Beson­ders ekla­tant machte sich die Per­so­nal­not im Defense Back­field bemerk­bar.  „Da hat­ten wir nur einen unse­rer etat­mä­ßi­gen Spie­ler zur Ver­fü­gung“, sagte Ell­ge­ring. So stand das Deutsch­land-Debüt von US-Boy Michael Wal­lace, der in der ver­gan­ge­nen Woche als Ver­stär­kung für die Rück­raum-Ver­tei­di­gung ver­pflich­tet wor­den war, unter kei­nem guten Stern. Schließ­lich muss­ten immer wie­der ‚gelernte‘ Angrei­fer in der Abwehr neben Wal­lace aus­hel­fen, was die Haus­her­ren schnell erkann­ten und gna­den­los aus­nutz­ten. So benö­tigte das Dresd­ner ‚All-Star‘-Team – der aus­tra­li­sche Natio­nal­trai­ner und Mon­archs-Head­coach John Leij­ten hat außer US-ame­ri­ka­ni­schen Akteu­ren auch Natio­nal­spie­ler aus Aus­tra­lien, Finn­land, Ungarn und Schwe­den im Kader – meist nur vier oder fünf Plays, um die End­zone der Gäste zu errei­chen.

Erst als die Gast­ge­ber nach dem 55:6 ihre inter­na­tio­na­len Stars in der Schluss­vier­tel­stunde schon­ten, bekam die uner­müd­lich kämp­fende Düs­sel­dor­fer Defense die Mon­ar­chen eini­ger­ma­ßen in den Griff. Da war das ohne­hin kleine Pan­ther-Auf­ge­bot schon noch wei­ter dezi­miert wor­den: Wide Recei­ver Feli Manoka musste mit einer Schul­ter­ver­let­zung zuschauen und Line­backer Den­nis Forst  erlitt eine Knie­ver­let­zung.

Dadurch kam sogar Manuel Engel­mann zu sei­nem Debüt als Abwehr­spie­ler: Der sons­tige Pass-Emp­fän­ger und Spiel­ma­cher half als Out­side Line­backer aus. „So wie ihn muss­ten wir fast ein Dut­zend Jungs auf Posi­tio­nen ein­set­zen, die sie vor­her noch nie gespielt und noch nicht ein­mal trai­niert haben“, erklärte Ell­ge­ring, „dass sie trotz­dem alles für die Mann­schaft gege­ben und nie auf­ge­ge­ben haben, zeigt den tol­len Team Spi­rit.“ Den bewies auch die Offense Line. „Wegen Krank­heit und beruf­li­chen Ter­mi­nen hat kei­ner der fünf O‑Liner diese Woche trai­nie­ren kön­nen, aber sie haben alle durch­ge­hal­ten“, lobte der Pan­ther-Head­coach die ‚star­ken Jungs‘. Dank ihnen leg­ten die Düs­sel­dor­fer im ers­ten Vier­tel wenigs­tens eine beein­dru­ckende Angriff­se­rie mit zwölf Plays hin, die Jere­miaha Gates mit einem kur­zen Lauf zum ers­ten Gäste-Touch­down abschloss. Beim zwei­ten Düs­sel­dor­fer Touch­down zeigte der erst 20-jäh­rige Aziz Rebai seine Qua­li­tä­ten als Ex-Leicht­ath­let und sprin­tete sei­nem Dresd­ner Gegen­spie­ler gera­dezu spie­le­risch leicht davon.

Dres­den Mon­archs – Düs­sel­dorf Pan­ther 61:14 (21:6, 21:0, 13:8, 6:0)
7:0     Joe Ber­ge­ron, 7‑Y­ard-Lauf, PAT Franz Kam­mel; 1:29 Minu­ten gespielt
14:0    Sebas­tien Sagne, 15-Yard-Pass von Bran­don Con­nette, PAT Franz Kam­mel;  4:07
14:6    Jere­miaha Gates, 3‑Y­ard-Lauf, TPC Pass abge­fan­gen; 8:30
21:6    Mike Schallo, 1‑Y­ard-Pass von Bran­don Con­nette, PAT Franz Kam­mel; 10:22
28:6    Mike Schallo, 42-Yard-Pass von Bran­don Con­nette, PAT Franz Kam­mel; 12:18
35:6    Sebas­tien Sagne, 25-Yard-Pass von Bran­don Con­nette, PAT Franz Kam­mel; 15:08
42:6    Micky Kyei, 5‑Y­ard-Pass von Bran­don Con­nette, PAT Franz Kam­mel; 22:32
48:6     Sebas­tien Sagne, 5‑Y­ard-Pass von Bran­don Con­nette; 28:46
55:6    Joe Ber­ge­ron, 12-Yard-Lauf, PAT Franz Kam­mel; 33:28
55:14    Aziz Rebai, 62-Yard-Pass von Clark Evans, Two-Point Con­ver­sion: Jere­miaha Gates fängt Pass von Clark Evans; 34:22
58:14    Flo­rian Finke, 41-Yard-Fiel­dgoal; 37:28
61:14    Flo­rian Finke, 24-Yard-Fiel­dgoal; 47:41

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