Junior Roo­kies ver­wei­sen Colo­gne Cro­co­di­les auf den zwei­ten Tabel­len­platz

28. September 2016
Peter Roettsches

Die Num­mer 1 am Rhein sind wir! Diese bekannte Lied­zeile wird von den Fans, unab­hän­gig von der jewei­li­gen Sport­art, nach einem Sieg über Teams des rhei­ni­schen Nach­barn gerne laut­stark ange­stimmt. Weil nun nach der Par­tie gegen die Bonn Game­cocks auch die U16 der Colo­gne Cro­co­di­les am ver­gan­ge­nen Sams­tag nach einem Sieg der Junior Roo­kies mit 38:16 (7:6, 19:12, 8:0, 2:0) das Aus­weich­sta­dion im Düs­sel­dor­fer Sport­park Nie­der­heid mit lee­ren Hän­den ver­las­sen musste, ist den Nach­wuchs-Foot­bal­lern der Pan­ther für die­ses Jahr der erste Tabel­len­platz in der West­gruppe der NRW-Regio­nal­liga nicht mehr zu neh­men und somit auch die zu Beginn erwähnte These bestä­tigt.

Foto: Manfred Kühne

Foto: Man­fred Kühne

Dass das letzte Sai­son­spiel der Köl­ner U16 ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Pla­nung zum End­spiel um den Grup­pen­sieg wurde, lag an der meteo­ro­lo­gisch beding­ten Ter­min­ver­schie­bung vom Juni in den Sep­tem­ber sowie an den zwi­schen­zeit­lich erziel­ten Ergeb­nis­sen bei­der Mann­schaf­ten. So gin­gen die Düs­sel­dorf Pan­ther unge­schla­gen in die­ses Derby und die Kro­ko­dile aus Köln woll­ten die knappe Auf­takt­nie­der­lage mit sie­ben Punk­ten Dif­fe­renz gegen die­sen ewi­gen Kon­tra­hen­ten unbe­dingt ega­li­sie­ren, um so die Pan­ther auf der Ziel­ge­ra­den noch in der Abschluss­ta­belle zu über­run­den.

Aber die­sem Vor­ha­ben stand nahezu wäh­rend der gesam­ten Spiel­dauer die Defense der Pan­ther im Wege. So kam nach dem Kick-off zuerst die Köl­ner Offense aufs Feld und befand sich nach einem First Down und einer Strafe gegen die Düs­sel­dor­fer Junior Roo­kies an der eige­nen 48-Yards-Linie. Zwar konn­ten dort zwei eigene Fum­bles wie­der gesi­chert wer­den, aber der Mut zum Aus­spie­len des vier­ten Ver­suchs wurde nicht belohnt. Da nun die Pan­ther in Ball­be­sitz waren, woll­ten sie direkt im ers­ten Drive punk­ten. Das klappte auch durch Run­ning Back Tim Schulz, der zwei Yards vor der Grund­li­nie einen Quer­pass sei­nes Quar­ter­backs fing und dann die feh­len­den Schritte über die Linie machte. Der nach­fol­gende Kick durch Mar­vin Schmidt war eben­falls erfolg­reich, so dass der Sta­di­on­spre­cher der Pan­ther-Jugend einen Spiel­stand von 7 : 0 für „seine“ Far­ben ver­mel­den konnte.

Nach­dem der Pan­ther-Kicker den Ball dann bis zur 21-Yards-Linie der Cro­co­di­les bug­siert hatte, begann dort für sie der nächste Drive. Nach drei Ver­su­chen ent­schloss man sich aber zum Pun­ten, wodurch das Angriffs­recht für kurze Zeit wie­der auf die Seite der Gast­ge­ber wech­selte. Weil Free Safety Fabio Kün­zer einen Pass des Düs­sel­dor­fer Quar­ter­backs abfan­gen und direkt in die geg­ne­ri­sche End­zone zurück­tra­gen konnte, hat­ten auch die Gäste ihre ers­ten Punkte auf dem Scoreboard. Nun woll­ten die Coa­ches in den grü­nen Polo­shirts auch noch die Füh­rung in die­ser Par­tie für sich bean­spru­chen, doch die dafür not­wen­dige Two-Point-Con­ver­sion miss­lang.

Zu die­sem Zeit­punkt des Spiels wech­sel­ten Erfolg und Miss­erfolg schnell hin und her. Konnte die Pan­ther Defense eben noch die Füh­rung der Cro­co­di­les ver­hin­dern, so fum­belte danach die eigene Offense das „Ei“ an der 40-Yards-Linie. Den dar­aus resul­tie­ren­den Wech­sel des Angriffs­recht woll­ten die Gäste aus der Dom­stadt zumin­dest mit einem Fiel­dgoal abschlie­ßen, die drei Punkte blie­ben ihnen aber ver­wehrt. Mit einem lan­gen Pass über 40 Yards auf Mau­rice Hahn zogen die Junior Roo­kies das Momen­tum wie­der auf ihre Seite. Nur wenige Inches vor der End­zone gestoppt, brachte man mit einem gemein­sa­men Schie­ben des Ball­trä­gers in die End­zone wei­tere sechs Punkte auf die Anzei­ge­ta­fel. Dabei bleib es auch zunächst, weil der Kick zum PAT geblockt wurde.

Nach einem Tur­no­ver and Downs für die Raub­kat­zen wurde in den ver­blei­ben­den Minu­ten der ers­ten Hälfte mit dem Aus­spie­len eines vier­ten Ver­suchs die Basis für einen Aus­bau der Füh­rung durch Felix Har­tung gelegt. Im direk­ten Gegen­zug war aber der alte Abstand schon wie­der her­ge­stellt, aller­dings schei­ter­ten die Cro­co­di­les mit ihrer TPC zum zwei­ten Mal an der Pan­ther Defense. Wer nun gedank­lich schon in der Halb­zeit­pause war, der wurde durch einen wei­te­ren Touch­down von Tim Schulz und den immer wie­der von der Lauf­bahn und der klei­nen Tri­büne zu hören­den Rufen „We are Pan­ther“ per Mega­fon in die Rea­li­tät zurück­ge­holt. Da die Chance auf einen oder zwei Bonus­punkte auf Grund von Stra­fen gegen die Pan­ther nicht genutzt wer­den konnte, hob der Whit­ehead beim Stand von 26 : 18 zum zwei­ten Mal den Ball in die Luft.

In der zwei­ten Hälfte des Spiels konn­ten die Gäste ihren Saldo nicht wei­ter ver­bes­sern, weil meh­rere Quar­ter­back-Sacks, Fum­bles beim Snap oder Ball­ver­luste durch Inter­cep­ti­ons oder einen geblock­ten Punt immer wie­der die Düs­sel­dor­fer in güns­tige Aus­gangs­po­si­tio­nen brach­ten. Diese wurde z. B. von Tim Schulz genutzt, der bei sei­nem tol­len Lauf über das halbe Feld auf dem Weg zum 32 : 18 lei­der wenige Inches vor der Grund­li­nie gestoppt wurde. Mit einem Quar­ter­back Sneak wurde aber dann Ver­säum­tes nach­ge­holt. Im Anschluss daran war es erneut der glei­che Spie­ler, der den Ball für wei­tere zwei Punkte in der End­zone fing.

Zwei zusätz­li­che Punkte nach einem Safety, bedingt durch einen viel zu hohen Snap über den ver­dutz­ten Köl­ner Kicker, waren an die­sem son­ni­gen Tag der Abschluss in einem Spiel, in dem die Düs­sel­dorf Pan­ther nur mal kurz im ers­ten Quar­ter einen gerin­gen Zwei­fel am spä­te­ren Sie­ger auf­kom­men lie­ßen.

meets-legionsNun ste­hen zum Abschluss der Sai­son 2016 für den unein­hol­ba­ren Tabel­len­ers­ten der West­gruppe der NRW-Regio­nal­liga noch die bei­den Nach­hol­spiele gegen die Neuss Legi­ons auf der Agenda von Spie­lern und Trai­nern rund um Head­coach Michael Wevel­siep. Das erste Duell wird bereits am kom­men­den Sams­tag ab 11.00 Uhr auf der BSA in Neuss-Weck­ho­ven (Karl-Gör­de­ler-Straße 9) statt­fin­den. Über Ort und Zeit für das anschlie­ßende Rück­spiel – nach Mög­lich­keit auf Düs­sel­dor­fer Stadt­ge­biet – muss aller­dings noch bera­ten und ent­schie­den wer­den.

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