Auch im zweiten Spiel der neuen Saison mussten die Düsseldorf Panther als Aufsteiger in der GFL-Nord viel Lehrgeld bezahlen. Beim 17:49 (0:13, 14:16, 0:6, 3:14) vor rund 1.000 Zuschauern in Benrath wechselten sich gute Aktionen im Minutentakt mit Fehlern und Strafen der Panther ab, die die eigentlich gute Partie der Mannschaft von Headcoach John Leijten zu Nichte machte. „Ich finde wir haben besser gespielt als letzte Woche in Dresden. Die Kurve geht nach oben, aber während des Spieles geht es immer wieder gute und schlechte Momente, die uns alles zerstören, wie eine Achterbahnfahrt. Wir müssen lernen, diese Fahrt zu einer kontinuierlichen Steigung umzuwandeln“, so Leijten nach der Partie.

Foto Birgit Häfner

Wie recht Leijten mit dieser Aussage hatte, sahen die Panther-Fans direkt im ersten Spielabschnitt. Ein schneller Touchdown der Hildesheimer und ein schnelles Aus der Offense um Panther-Spielmacher Christian Strong, der sich eine Interception leistete, wurde von der Defense der Panther fantastisch beantwortet. Die Abwehrrecken der Raubkatzen schickten die Gäste nach einem gestoppten vierten Versuch in die eigene Teamzone zurück und auch als sie wieder den Rasen betreten durften, wurde es aus Invaders-Sicht nicht unbedingt besser: Star-Quarterback Casey Therriault leistete sich zwei Fehlwürfe auf Max Richter und Jonathan Armendariz, die aber leider kurz vor dem ersten Seitenwechsel mit einem Punt-Return
von Nathaniel Morris über 70 Yards bis kurz vor die Endzone der Raubkatzen beantwortet wurde. Ein anschließender kurzer Lauf von Manuel Haberlach brachte den zweiten Touchdown für die Niedersachsen. Im zweiten Viertel wachte dann auch endlich die Offense der Gastgeber auf. Spielmacher Christian Strong mit einem Klasse-Pass auf Feli Manoka und wenig später ein langer Lauf von Sergej Kendus brachte die Panther ein wenig heran, doch zu mehr sollte es nicht kommen. Nach dem Pausentee versuchten die Panther nochmal alles und spielten sogar – tief in der Invaders Hälfte angekommen – zwei vierte Versuche aus, die aber nichts einbrachten. Daher kam das Team von Leijten nicht mehr auf das Scoreboard. Ein Highlight bekamen die Zuschauer dann aber doch noch zu sehen: Panther-Kicker Daniel Schuhmacher verwandelte Mitte des vierten Quarters ein Fieldgoal aus 51 Yards. Auch wenn die Niederlage zu diesem Zeitpunkt natürlich schon feststand, war der Jubel auf der Tribüne in Benrath groß.

Fotograf Peter Koch

„Hildesheim hat sicher wichtige Teile in der Mannschaft sehr gut besetzt, um in dieser Saison sehr weit zu kommen. Was für uns herausspringt, kann man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.Die Saison ist so lang und es kann viel passieren“, resümierte Leijten.

Die Panther stehen jetzt vor vier Auswärtsspielen, ehe es am 15. Juni gegen die Berlin Rebels zum nächsten Heimspiel kommt.

Düsseldorf Panther – Hildesheim Invaders 17:49 (0:13, 14:16, 0:6, 3:14)
1.000 Zuschauer

0:6 Anthony Dable-Wolf (6-Yards-Pass von Casey Therriault)
0:12 Manuel Haberlach (4-Yards-Lauf)
0:13 Patrick Kotterba (Extrapunkt)
0:19 Nathaniel Morris (4-Yards-Pass von Casey Therriault)
0:20 Patrick Kotterba (Extrapunkt)
6:20 Feli Manoka (19-Yards-Pass von Christian Strong)
7:20 Daniel Schuhmacher (Extrapunkt)
7:26 Nathaniel Morris (43-Yards-Pass von Casey Therriault)
13:26 Sergej Kendus (17-Yards-Lauf)
14:26 Daniel Schuhmacher (Extrapunkt)
14:29 Patrick Kotterba (28-Yards-Fieldgoal)
14:35 Jaleel Awini (5-Yards-Pass von Casey Therriault)
14:41 Anthony Dable-Wolf (36-Yards-Pass von Casey Therriault)
14:42 Patrick Kotterba (Extrapunkt)
17:42 Daniel Schuhmacher (51-Yards-Fieldgoal)
17:48 Anthony Dable-Wolf (6-Yards-Pass von Casey Therriault)
17:49 Patrick Kotterba (Extrapunkt)

Fotograf Manfred Kühne