56:0-Auswärtssieg wird überschattet von schwerer Verletzung eines Braunschweigers

Düsseldorf, 23. August 2015 – Ein Spiel ohne große Überraschungen, aber mit großem Schreckmoment: Die Düsseldorf Panther mussten sich am gestrigen Samstag den NewYorker Lions aus Braunschweig deutlich mit 0:56 (0:7/0:28/0:14/0:7) geschlagen geben. Die Gäste aus Niedersachsen sicherten sich mit diesem souveränen Erfolg am vorletzten Spieltag endgültig die Meisterschaft in der Nordgruppe der German Football League (GFL) – zahlten mit der schweren Verletzung ihres Backup-Quarterbacks Dennis Dröge allerdings einen hohen Preis. Etwa fünf Minuten vor dem Spielende zog sich der junge Gäste-Spielmacher einen Unterschenkelbruch zu und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Schiedsrichter entschlossen sich in Absprache mit den Headcoaches beider Mannschaften anschließend dazu, das Spiel vorzeitig zu beenden.

Ein aus vielfacher Sicht unschönes Ergebnis: Dass die Düsseldorf Panther in ihrem vorletzten Saisonspiel gegen die NewYorker Lions eine Niederlage quittieren mussten, darf keinen Beobachter überraschen. Auch dass die Niederlage gegen den amtierenden Meister aus Braunschweig mit 0:56 recht deutlich ausfiel, kann nicht wirklich verwundern. Zumal das Endergebnis vor dem Hintergrund der schweren Verletzung des Braunschweiger Backup-Quarterbacks Dennis Dröge rund fünf Minuten vor Spielende ohnehin in den Hintergrund rückte. „An unserer 37-Yards-Linie entschieden sich die Braunschweiger beim vierten Versuch und vier Yards zu gehen für einen Passspielzug“, beschreibt Panther-Headcoach Marc Ellgering die Szene. „Der Braunschweiger Quarterback Dennis Dröge geriet in der Pocket unter Druck, trat die Flucht nach vorne an und wurde an der Line of Scrimmage von einem unserer Defense Line-Spieler getackelt. Dabei hatte er sein Bein in einem ungünstigen Winkel unter sich, als dieses dem einwirkenden Gewicht nachgab und brach. Solche Verletzungen können leider immer wieder im Sport vorkommen. Ähnliche Situationen gehen hundertfach gut, aber halt nicht immer. Wir wünschen Dennis Dröge alles Gute für seine Genesung.“

Nach der Erstversorgung noch auf dem Spielfeld ging es für Dröge per Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Partie wurde anschließend nach Rücksprache der Schiedsrichter mit den Teamverantwortlichen nicht wieder angepfiffen. Per Facebook-Nachricht wandte sich Dröge am Sonntagmorgen direkt an die Düsseldorf Panther: „Hallo liebes Düsseldorf Panther-Team. Ich wollte mich für die gestrige Versorgung nach meiner Verletzung danken. Alle Helfer waren sehr hilfsbereit und freundlich. Vor allem euer Teamarzt stach durch gute Betreuung heraus. Vielen lieben Dank.“

Das Spielgeschehen zuvor analysiert Ellgering so: „Die Niederlage kam nicht überraschend, obwohl wir natürlich gerne aufs Scoreboard gekommen wären. Wir hatten etwas mehr Anteil an der Spielgestaltung, konnten den Ball besser nach vorne tragen und haben auch unser Passspiel mehr entfalten können – auch wenn es dann letztendlich nicht zu Punkten geführt hat. Wir haben zu viele vermeidbare Fehler gemacht, die den Braunschweigern zu schnellen und einfachen Punkten verhalfen. Das nötige Selbstvertrauen, welches man benötigt, um Situationen, die in beide Richtungen gehen könnten, für sich zu entscheiden, konnten wir uns in den vorangegangenen Spielen nachvollziehbar einfach nicht erarbeiten.“

 

22. August 2015: Düsseldorf Panther vs. NewYorker Lions Braunschweig
Stadion: VfL Benrath

Scoring:
1. Viertel:
0:7 Touchdown Lions
– Christian Bollmann (22-Yards-Pass von Casey Therriault), PAT good (Tom van Duijn)

2. Viertel:
0:14 Touchdown Lions
– David McCants (1-Yard-Lauf), PAT good (Tom van Duijn)
0:21 Touchdown Lions – Christian Bollmann (5-Yards-Pass von Casey Therriault), PAT good (Tom van Duijn)
0:28 Touchdown Lions – Janos Knopf (27-Yards-Pass von Casey Therriault), PAT good (Tom van Duijn)
0:35 Touchdown Lions – Jens Vogt (1-Yards-Pass von Casey Therriault), PAT good (Tom van Duijn)

3.Viertel:
0:42 Touchdown Lions
– David McCants (8-Yards-Lauf), PAT good (Tom van Duijn)
0:49 Touchdown Lions ­– Max Merwarth (2-Yards-Lauf), PAT good (Tom van Duijn)

4. Viertel:
0:56 Touchdown Lions
– Chris Smith (64-Yards-Lauf), PAT good (Tom van Duijn)