Die gute Nachricht für alle Panther-Fans: Das Trauma Kiel Baltic Hurricanes hat sich für diese Saison erledigt. Die schlechte: Beim 26:67 (0:14, 3:25, 7:21, 16:7) vor 925 Zuschauern im Benrather Stadion der DÜSSELDORF PANTHER bezogen die jungen Raubkatzen zum zweiten Mal in Folge eine deftige Klatsche gegen das in den meisten Bereichen deutlich überlegene Team aus Norddeutschland.

Nach dem 7:53 im Hinspiel und der 6:59 Pleite in der EFL haben die Düsseldorfer am Sonntag gleich 67 Punkte des Gegners zulassen müssen. Und doch sahen die Raubkatzen-Trainer viele positive Entwicklungen in der Mannschaft. Gerade die Offense um Manuel Engelmann zeigte in der zweiten Halbzeit, was mit dieser Mannschaft eigentlich möglich wäre.

„Es stimmt mich sehr positiv, dass wir trotz der vielen Ausfälle auf der Receiver-Seite heute nicht schlechter waren, als in der vergangenen Woche“ kommentierte Offense Coordinator Markus Zielke. Und er ging sogar noch weiter: „Ich bin der Meinung, dass Manuel Engelmann heute ein ganz großes Spiel gemacht hat.“

Das Problem lag an diesem Sonntag Nachmittag auf der anderen Seite des Balles. Die Kieler US-Boys Jemaine Allen, Garrett Andrews und Spielmacher Nick Lamaison – in der zweiten Halbzeit Kyle Israel – sorgten mit ihren wuchtigen Antritten für unlösbare Probleme in der Verteidigung der Panther. Jörg Mackenthun, Cheftrainer der Defense bilanzierte dann auch unumwunden eigene Fehler: „Wir haben zwei Touchdowns bekommen, weil ich einen Call reingeben habe, den ich nicht unbedingt hätte machen sollen. Da habe ich etwas gespielt, das nicht geklappt hat und das haben die Kieler dann ganz eiskalt ausgenutzt. In der ersten Halbzeit war es eine Lehrstunde für meine Passverteidigung. Ich habe eben nur drei Spieler gegen den Pass, die zudem noch das erste Jahr in der ersten Liga spielen.“

Diese Lehrstunde dauerte für die drei aus der hinteren Linie der Verteidigung der Panther vier Viertel lang. Till Janssen, Tim Rademacher und Brian Kipkurui flogen in kurzer Abfolge die Bälle förmlich um die Ohren. „Das war halt einfach auch ein gutes Playcalling von Kiel. Sie haben eben ihren besten Mann eins zu eins gegen einen Deutschen gestellt und da sind wir halt noch nicht so weit.“ musste Mackenthun einräumen.

Richtige Entlastung von den Kollegen der Offense gab es erst in der zweiten Halbzeit, als das Engelmann-Team wesentlich besser aufspielte und selber zu schön herausgespielten Punkten kam und mit Hilfe eines Kick-Off-Return-Touchdowns von Running Back Dontrel Chance dann endlich um 16:52 Uhr belohnt wurde. Danach war es noch zweimal der Panther-Spielmacher selber, der den Ball  über kurze Distanz in die Endzone der Kieler rammte. „Wir haben den Ball ganz gut bewegt, aber gerade in der ersten Halbzeit unseren Ballbesitz nicht abgeschlossen. Genau das haben wir in der zweiten Halbzeit ein wenig besser geschafft. Wir haben heute gesehen, dass alles da ist. Wir müssen eben nur unsere Ballbesitze auch in Punkte umwandeln.“ so Engelmann, der direkt in der nächsten Woche Gelegenheit dazu hat, wenn es zum Auswärtsspiel in die Domstadt zu den Cologne Falcons geht.


Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes 26:67
(0:14, 3:25, 7:21, 16:7)

1. Viertel: 0:6 Garrett Andrews, 39-Yards-Pass von Nick Lamaison, 0:7 Nassim Amroun, Extrapunkt, 0:13 Jermaine Allen, 59-Yards-Lauf, 0:14 Amroun

2.Viertel: 0:20 Andrews, 20-Yards-Pass von Lamaison, 0:21 Amroun, 0:27 Timothy Breaker, 45-Yards-Interception-Return, 3:27 Paul Merten, 27-Yards-Feldtor, 3:33 Jonas Brix, 54-Yards-Pass von Lemaison, 3:39 Andrews, 52-Yards-Pass von Lemaison

3. Viertel: 3:45 Andrews, 18-Yards-Pass von Israel, 9:45 Dontrel Chance, 90-Yards Kick-Off-Return, 10:45 Merten, 10:51 Drew Thomas, 85-Yards Kick-Off-Return, 10:53 Amroun, 2-Punkte-Conversion, 10:59 Allen, 1-Yard-Lauf, 10:60 Amroun

4.Viertel: 16:60 Manuel Engelmann, 1-Yard-Lauf, 17:60 Merten, 17:66 Allen, 79-Yards-Lauf, 17:67 Amroun, 23:67 Engelmann, 1-Yard-Lauf, 26:67 Merten, 40-Yards-Feldtor

Zuschauer: 925