Das erste Spiel des Jahres wurde deutlich verloren. Nur ein Viertel lang konnten die Panther Prospects im Düsseldorfer Football-Derby mithalten, am Ende kassierte das Perspektivteam des sechsmaligen deutschen Meisters im Testspiel vor 250 Zuschauern in der Kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark eine überdeutliche 0:32 (0:0, 0:12, 0:6, 0:14)-Niederlage gegen die Düsseldorfer Bulldozer.

Allerdings gab selbst der Ex-Panther- und aktuelle Bullies-Headcoach Wolfgang Best zu, dass das Ergebnis letztendlich zu hoch ausfiel. „Ein Viertel lang war es ein Duell auf Augenhöhe. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es nachher so klar würde. Aber ich freue mich natürlich, dass unsere Offense so gut ins Spiel gefunden hat.“ Sein Gegenüber, Prospects-Headcoach Paolo Bizarri, war natürlich über das Ergebnis enttäuscht, aber ansonsten gar nicht so unzufrieden. „Wir wollten allen unseren Spielern, gerade auch den Neulingen, Spielpraxis verschaffen und vieles ausprobieren. Das haben wir getan, da mussten wir mit einer Niederlage, auch in dieser Höhe, rechnen.“

Weckruf und Ansporn
Sein Kollege, Defense Harald Westemeyer sah es ähnlich: „So lange die Jungs aus dem Spiel und ihren Fehlern lernen, hat das Spiel seinen Zweck erfüllt. Hoffentlich sehen das alle als Weckruf und Ansporn, noch mehr und härter zu trainieren, um nicht noch einmal so etwas zu erleben.“ Wirklich war es vor allem in der Panther-Deckung unübersehbar, dass in den vergangenen Wochen die Trainingsbeteiligung, um es gelinde zu sagen, sub-optimal gewesen war. So wurde die Defense der Raubkatzen, nachdem die ersten drei Angriffsserien der Bullies, u.a. durch eine Interception von Christian Müller, gestoppt worden waren, von der Offenseline der ‚Gäste‘ deutlich dominiert.

Vor allem über die Außenseiten erwiesen sich die starken Runningbacks als echte Bulldozer, auch gegen die Option Plays sah die Panther-Abwehr allzu oft überfordert aus. So führte Bullies- (und Ex-Panther-) Spielmacher Sven Dötter, zudem begünstigt durch eine Menge dummer Strafen der Gastgeber, sein Team zu fünf erfolgreichen Drives über das Feld. Trotzdem mahnte Peter Groß-Paaß, jüngste Neuerwerbung im mit Ex-Raubkatzen gespickten Trainerstab der Schwarz-Gelben, den Sieger: „Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen und dürfen nicht übersehen, dass wir bis zum Meisterschaftsstart noch eine Menge Arbeit haben.“

Laufspiel der Prospects funktioniert
Das trifft – natürlich –auch ohne Einschränkungen auf die Prospects zu. Zu den wenigen positiven Aspekten des Derbies gehörte für das Perspektiv-Team, dass das Laufspiel über Thomas Rockel und Dimitrij Wert ebenso wie die Returns von Kevin Bannert schon gut funktionierte. „Wir hätten natürlich auch mehr laufen können“, unterstrich Headcoach Bizarri, „aber dass wir das können, wissen wir ja. Wir  wollten eben das probieren, was wir nicht so gut oder auch noch gar nicht können.“ So hatte der neue Panther-Spielmacher Sebastian Tillmann seine besten Szenen, wenn er selbst lief, brachte aber nur fünf Pässe an den Mitspieler. „Die Abstimmung mit den Receivern passte noch gar nicht, aber um das zu üben, haben wir das Testspiel ja gemacht.“

An der Angriffsmisere änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts, als Back-up Eric Kempkes die Spielmacherrolle übernahm. „Auf uns warten drei Wochen intensive Arbeit“, kündigte Cheftrainer Bizarri mit Blick auf das Auftaktspiel gegen das letztjährige Verbandsliga-Topteam Kerpen Bears am 30. April (12 Uhr, Arena-Sportpark) an. Vor der Partie erlebte wenigstens seine Frau eine freudige Überraschung: Die gesamte Prospekt-Mannschaft zeigte sich als Kavaliere und überreichten Ines Bizarri zu ihrem Geburtstag langstielige Rosen . . . .

Testspiel:
Düsseldorf Panther Prospects – Düsseldorf Bulldozer 0:32 (0:0, 0:12, 0:6, 0:14)
Zuschauer: 250
0:6       Nino Lahaye, 13-Yard-Lauf
0:12     Asante Kwabena, 41-Yard-Lauf
0:18     Asante Kwabena, 1-Yard-Lauf
0:25     Patrick Lösche, 1-Yard-Lauf, PAT Sven Dötter
0:32     Jerome Torkel, 3-Yard-Lauf, PAT Sven Dötter