Viel Trubel – wenig Jubel

24. Juni 2015
C. Johann, Rheinische Post

Düsseldorf, 24. Juni 2015Viel Trubel rund um den  Schoolsday und nur wenig Jubel über das Spiel der Panther gab es im Stadion Benrath am Wochenende. Während nämlich die Düssel­dorfer Footballer gegen die Kiel Baltic Hurri­canes mit 10:64 (0:3/O:27/3:14/7:20)  ihre siebte Saison­nie­derlage kassierten, amüsierten sich an die tausend Schüle­rinnen und Schüler auf dem Sport­ge­lände an der Karl-Hohmann-Straße um so mehr. Football-Legende Raphael LLanos Farfan hatte alle Klassen, die an dem von ihm gegrün­deten Schul­pro­gramm “Teambuilders” teilnehmen, einge­laden. Unter­stützt wurde das Football-Fest von der AOK und ihrem Nicht­raucher-Projekt “Be Smart”.

Foto: Andy Funk

Foto: Andy Funk

Auf einem Trainingspark, bei dem eine sog. Quarterback Challenge für besonders große Begeis­terung sorgte, und auf der Tribüne tummelten sich sich so viele Kinder, dass man eher das Gefühl hatte, bei einem Riesen-Kinder­ge­burtstag dabei zu sein als bei einem Meister­schafts­spiel in der höchsten Deutschen Football-Klasse.

Dieses Begeis­terung konnte zumindest aus Sicht der Panther-Anhänger das Spiel­ge­schehen auf dem Rasen nicht hervor­rufen. Das als Tabel­len­dritter angereiste Team von der Ostsee, das als sicherer Teilnehmer auf die Playoff-Runde gilt, war den Panthern in allen Belangen überlegen und ließ nie einen Zweifel am späteren Sieger aufkommen. Konnte man mit der Leistung der Düssel­dorfer Vertei­digung noch mit kleinen Abstrichen zufrieden sein, so verdiente sich der von Spiel­macher Manuel Engelmann angeführte Angriff der Raubkatzen kaum Szenen­ap­plaus. Ihnen gegenüber stand aller­dings auch eine agressive Defense, die insgesamt fünf Ballver­luste (Turnovers) der Panther erzwang. In der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber nicht ein einziges Mal in die Nähe der Endzone des Gegners. Das Halbzeit­er­gebnis von 0:30 spiegelt die Überle­genheit der Kieler deutlich und korrekt wieder. Schon früh trösteten sich die 2000 Footballfans mit den gekonnten Aktionen der Hurri­canes. Dabei war besonders das Zusam­men­spiel der beiden Ameri­kaner Blake Bolles (Quarterback) und Passemp­fänger Tyler Davis eine Augen­weide. Drei Touch­downs bis zum Pausen­pfiff waren der Beweis für die Klasse der Beiden.

In der zweiten Hälfte schonten die Kieler dann einige ihrer Leistungs­träger und brachten so die Panther besser ins Spiel. Nach einem langen Kickoff-Return von Skakiel Smith konnte Ali Dailami mit einem Fieldgoal aus 36 Yard die ersten Punkte für die Hausherren zum 3:37 erzielen. Während bei den Hurri­canes jetzt Natio­nal­spieler Julian Dohrendorf Punkte um Punkte sammelte, blieb für die Anhänger nur die Freude über einige gelungene Einzel­ak­tionen ihrer Spieler. Eine solche war eine Inter­ception (Ballab­fangen) von Lars Steffen. Der Defense Back trug das Leder dann zum umjubelten einzigen Touchdown der Panther in die Endzone.

INFO: Ex-Spieler, ‑Trainer und jetzt Panther Verwal­tungsrat-Mitglied Marc Hilde­brand war mit der Gesamt­ver­an­staltung sehr zufrieden. Zum sport­lichen Teil sagte er: “Wir haben Cheftrainer Marc Ellgering drei Jahre Zeit zugesagt, eine erfolg­reiche Mannschaft zu formen. Dabei bleiben wir”.

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