Mittlerweile ist er mit seinen 38 Jahren im besten Tom-Brady-Alter und doch musste er vor knapp zehn Jahren seine Karriere beenden, als er mit einer Knieverletzung in Langenfeld nicht mehr weiterspielen konnte. Philipp Lux, der Quarterback der Panther von 1999 bis 2007. „Und dann hat es auch gereicht, weil ich zu dieser Zeit schon als Arzt tätig war“, erinnert sich Lux. Inzwischen arbeitet er als selbständiger Radiologe wieder in Düsseldorf, denn kurz nach seiner „Football-Karriere“ praktizierte er als Oberarzt in einem Siegener Krankenhaus.

Philipp Lux

Nur noch selten ist er bei den Panthern, hört man von ihm am Telefon, wo seine Stimme auch nach zehn Jahren noch genauso so vertraut wie früher klingt. „Letztes Jahr war ich gar nicht mehr im Stadion und habe mir die Jungs angeschaut, aber ich kenne ja auch fast niemanden mehr“, erzählt Lux. Geschuldet ist das sicherlich seiner wenigen Freizeit, die er als niedergelassene Radiologe in Düsseldorf auf der Kaiserswerther Straße, die eine Dependance im Augusta-Krankenhaus hat, wahrscheinlich nur noch vom Hörensagen kennt. Auch wenn er niemand mehr im neuen Panther-Team kennt, verbunden fühlt er sich nach wie vor. Die Zeit an einem freien Sonntagnachmittag musste er sich einfach nehmen, um sich die neuen Panther in Potsdam anzuschauen. Gefallen, obwohl die Raubkatzen knapp das Nachsehen hatten, hat es ihm trotzdem. „Die Panther haben nicht schlecht gespielt und wenn sie gewonnen hätten, dann wäre es sogar verdient gewesen.“ Besonderes Augenmerk galt natürlich dem neuen Spielmacher, Zach Maynard, einer seiner inzwischen schon zahlreichen Nachfolger. „Im Passspiel ist sicher noch Luft nach oben.“ Das war nach dem ersten Saisonspiel bestimmt nur eine Feststellung und keine Kritik an Maynard. Im zweiten Saisonspiel gegen die Rostock Griffins war er selber im Stadion und sah einen Sieg gegen die diese Mannschaft.

Philipp Lux spielte seit seiner frühen Jugend bei den Panthern, zuerst ab 1992 im Schülerteam der Panther, bis er dann altersbedingt zu den „Rookies“ unter Steffen Breuer wechselte. 1999 ging es zur ersten Mannschaft, wo er ab 2001 in der dritten Liga das Kommando auf dem Platz übernahm und seine Panther wieder in die erste Liga führte. Seine Söhne Mathis (9 Jahre) und Mika (7 Jahre) haben indes noch keine Erfahrung mit dem eiförmigen Ball gemacht. Mathis spielt sogar Hockey. „Ich weiß zwar, dass die Panther ein solch junges Team anbieten, aber ob sie einmal Football spielen, das werden wir dann schon sehen.“ Sicherlich auch eine Entscheidung, die seine Frau Katrin mitträgt, mit der er seit mittlerweile sechs Jahren verheiratet ist und die man früher immer auf der Tribüne bei den Panthern gesehen hat, wenn Lux mal wieder seine Knochen für die Panther hingehalten hat. Da haben wir die Gemeinsamkeit mit Brady doch noch gefunden, wo eine Frau namens Giselle Bündchen auch immer im Stadion ist, wenn Ihr Mann spielt.

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