Überra­gende Defense bringt Panther-U19 ins Halbfinale

30. Juli 2017
Jürgen Nitsch

Die Rookies der Düsseldorf Panther stehen im Halbfinale der deutschen Jugend­meis­ter­schaft. Vor 400 Zuschauern in der Kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark feierte die U19 der Düssel­dorfer einen zumindest vom Ergebnis her klaren 30:0 (7:0, 2:0, 15:0, 6:0)-Erfolg gegen die Hamburg Young Huskies. Im Halbfinale steht am kommenden Wochenende die Revanche bei den Schwä­bisch Hall Unicorns an: Beim Titel­ver­tei­diger, der sein Viertel­finale gegen die Mainz Golden Eagles im Endspurt mit 35:31 gewann, verloren die Jung-Panther im vergan­genen Jahr in der Vorschluss­runde denkbar unglücklich mit 13:21.

Gegen die Young Huskies tat sich vor allem der Angriff der Panther bis zum Schluss sehr schwer. „Die Hamburger haben eine tolle Defense“, lobte Panther-Cheftrainer Lars Trömel und verwies darauf: „Wir haben einen sehr jungen Quarterback, da kann der Angriff nicht immer so klicken, wie wir es gerne hätten.“ So dominierten auf beiden Seiten die Abwehr­reihen: Das Laufspiel wurde fast immer konse­quent unter­bunden, beim Pass-Spiel hatten auf beiden Seiten die Vertei­diger die Lufthoheit. Zudem wurde der Düssel­dorfer Angriff durch eine Vielzahl von Strafen immer wieder zurückgeworfen.

So kamen die Gäste im ersten Viertel als erste in Punkte-Reich­weite – doch der Fieldgoal-Versuch wurde geblockt. Mit dem Ende des ersten Abschnitts dann die ersten Zähler: René Hanßen fing einen Huskies-Pass ab und sprintete in die Endzone. Kurz darauf die nächsten zwei Punkte: Erst eroberte Simon Schulte-Pentling, bei der Nachwuchs-EM in Frank­reich noch als bester Defen­seline-Spieler ausge­zeichnet, einen fallen­ge­las­senen Ball (Fumble), die Hamburger mussten anschließend hauchdünn vor der eigenen Endzone starten. Der Ballträger wurde in der eigenen Endzone unter einer wahren Flut von Panthern begraben – Safety. Weitere Punkte blieben bis zur Pause aus: Auch die Hausherrn vergaben einen Fieldgoal-Versuch.

Kurz nach Wieder­beginn die Vorent­scheidung: Natio­nal­spieler Birger Bock reagierte nach einem weiteren Fumble der Gäste am schnellsten und trug das Ei über 60 Yards zum 16:0 zurück. Als die Hamburger im nur dritten Spielzug erneut den Ball verloren, war allmählich die Luft raus bei den Hanseaten. Diesmal scorte die Düssel­dorfer Offense: Quarterback Lucas Wevelsiep bediente Leo Ziepser maßge­recht in der Endzone – 24:0. Den Schluss­punkt setzte einmal mehr René Hanßen, der sich einen weiteren verirrten Huskies-Pass krallte und über 95 Yards zurückbrachte.

Fazit: „Es war ein hochklas­siges Spiel und mich ärgert nur, dass wir unver­dient hoch verloren haben“, sagte Huskies Headcoach Sebastian Schulz: „Der Erfolg der Panther geht völlig in Ordnung, aber ein 14:10 wäre aus meiner Sicht passender gewesen.“ So brachten die big plays der Düssel­dorfer Defense die Entscheidung, die fünf Bälle eroberte und drei davon direkt in Touch­downs ummünzte. „Das war letztlich der spiel­ent­schei­dende Unter­schied“, analy­sierte Schulz. Sein Düssel­dorfer Kollege Trömel, der nach Spiel­schluss die obliga­to­rische Dusche aus dem Eimer mit Erfri­schungs­ge­tränken erhielt, meinte nur strahlend: „Das wichtigste ist: Halbfinale. Und in dieser Woche das Wichtigste ist: Vorbe­reitung aufs Halbfinale.“

Während seine Schütz­linge schon von „Revanche“ für das Vorjahres-Aus sprachen, versuchte Trömel zu bremsen: „Uns bleibt noch eine Menge Arbeit.“ Das aller­letzte Highlight war dann etwas ganz Seltenes: Ein Düssel­dorfer Ständchen für einen Kölner. Mit dem feierten die jungen Panther, dass Football-Urgestein Hans-Peter ‚Auge‘ Weber an seinem Geburtstag in bewährter Manier als Stadi­on­sprecher fungiert hatte.

German Football League Juniors, Viertelfinale:
Düsseldorf Panther – Hamburg Young Huskies 30:0 (7:0, 2:0, 15:0, 6:0)
Zuschauer: 400 in der Kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark
7:0       Rene Hanßen, 21-Yards-Inter­ception-Return, PAT Cedric Simon
9:0       Safety, Hamburger Ballträger wird in der Endzone der Huskies getackelt
16:0     Birger Bock, 62-Yards-Fumble-Return, PAT Cedric Simon
24:0     Leo Ziepser, 17-Yards-Pass von Lucas Wevelsiep, Two-Point-Conversion Lauf von Max Redlich
30:0     Rene Hanßen, 95-Yards-Interception-Return

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