Die Rookies der Düsseldorf Panther stehen im Halbfinale der deutschen Jugendmeisterschaft. Vor 400 Zuschauern in der Kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark feierte die U19 der Düsseldorfer einen zumindest vom Ergebnis her klaren 30:0 (7:0, 2:0, 15:0, 6:0)-Erfolg gegen die Hamburg Young Huskies. Im Halbfinale steht am kommenden Wochenende die Revanche bei den Schwäbisch Hall Unicorns an: Beim Titelverteidiger, der sein Viertelfinale gegen die Mainz Golden Eagles im Endspurt mit 35:31 gewann, verloren die Jung-Panther im vergangenen Jahr in der Vorschlussrunde denkbar unglücklich mit 13:21.

Gegen die Young Huskies tat sich vor allem der Angriff der Panther bis zum Schluss sehr schwer. „Die Hamburger haben eine tolle Defense“, lobte Panther-Cheftrainer Lars Trömel und verwies darauf: „Wir haben einen sehr jungen Quarterback, da kann der Angriff nicht immer so klicken, wie wir es gerne hätten.“ So dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen: Das Laufspiel wurde fast immer konsequent unterbunden, beim Pass-Spiel hatten auf beiden Seiten die Verteidiger die Lufthoheit. Zudem wurde der Düsseldorfer Angriff durch eine Vielzahl von Strafen immer wieder zurückgeworfen.

So kamen die Gäste im ersten Viertel als erste in Punkte-Reichweite – doch der Fieldgoal-Versuch wurde geblockt. Mit dem Ende des ersten Abschnitts dann die ersten Zähler: René Hanßen fing einen Huskies-Pass ab und sprintete in die Endzone. Kurz darauf die nächsten zwei Punkte: Erst eroberte Simon Schulte-Pentling, bei der Nachwuchs-EM in Frankreich noch als bester Defenseline-Spieler ausgezeichnet, einen fallengelassenen Ball (Fumble), die Hamburger mussten anschließend hauchdünn vor der eigenen Endzone starten. Der Ballträger wurde in der eigenen Endzone unter einer wahren Flut von Panthern begraben – Safety. Weitere Punkte blieben bis zur Pause aus: Auch die Hausherrn vergaben einen Fieldgoal-Versuch.

Kurz nach Wiederbeginn die Vorentscheidung: Nationalspieler Birger Bock reagierte nach einem weiteren Fumble der Gäste am schnellsten und trug das Ei über 60 Yards zum 16:0 zurück. Als die Hamburger im nur dritten Spielzug erneut den Ball verloren, war allmählich die Luft raus bei den Hanseaten. Diesmal scorte die Düsseldorfer Offense: Quarterback Lucas Wevelsiep bediente Leo Ziepser maßgerecht in der Endzone – 24:0. Den Schlusspunkt setzte einmal mehr René Hanßen, der sich einen weiteren verirrten Huskies-Pass krallte und über 95 Yards zurückbrachte.

Fazit: „Es war ein hochklassiges Spiel und mich ärgert nur, dass wir unverdient hoch verloren haben“, sagte Huskies Headcoach Sebastian Schulz: „Der Erfolg der Panther geht völlig in Ordnung, aber ein 14:10 wäre aus meiner Sicht passender gewesen.“ So brachten die big plays der Düsseldorfer Defense die Entscheidung, die fünf Bälle eroberte und drei davon direkt in Touchdowns ummünzte. „Das war letztlich der spielentscheidende Unterschied“, analysierte Schulz. Sein Düsseldorfer Kollege Trömel, der nach Spielschluss die obligatorische Dusche aus dem Eimer mit Erfrischungsgetränken erhielt, meinte nur strahlend: „Das wichtigste ist: Halbfinale. Und in dieser Woche das Wichtigste ist: Vorbereitung aufs Halbfinale.“

Während seine Schützlinge schon von „Revanche“ für das Vorjahres-Aus sprachen, versuchte Trömel zu bremsen: „Uns bleibt noch eine Menge Arbeit.“ Das allerletzte Highlight war dann etwas ganz Seltenes: Ein Düsseldorfer Ständchen für einen Kölner. Mit dem feierten die jungen Panther, dass Football-Urgestein Hans-Peter ‚Auge‘ Weber an seinem Geburtstag in bewährter Manier als Stadionsprecher fungiert hatte.

German Football League Juniors, Viertelfinale:
Düsseldorf Panther – Hamburg Young Huskies 30:0 (7:0, 2:0, 15:0, 6:0)
Zuschauer: 400 in der Kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark
7:0       Rene Hanßen, 21-Yards-Interception-Return, PAT Cedric Simon
9:0       Safety, Hamburger Ballträger wird in der Endzone der Huskies getackelt
16:0     Birger Bock, 62-Yards-Fumble-Return, PAT Cedric Simon
24:0     Leo Ziepser, 17-Yards-Pass von Lucas Wevelsiep, Two-Point-Conversion Lauf von Max Redlich
30:0     Rene Hanßen, 95-Yards-Interception-Return

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