Eine Halbzeit lang durften die TFG Typhoons von der Sensation träumen, dann setzte sich im Düsseldorfer Derby der Jugend-Bundesliga, der GFL Juniors, der Favorit doch deutlich durch. Vor 500 Zuschauern im Rather Waldstadion behaupteten die Panther mit dem am Ende deutlichen 42:21 (0:0, 7:21, 14:0, 21:0)-‚Auswärtssieg‘ ihren Status als die Nummer eins im Football in der Landeshauptstadt.

Foto: Patrick Herms

Das von vielen Fehlern, kleinen Animositäten zwischen den Stadtrivalen und dadurch bedingt einer Flut unnötiger Strafen geprägte erste Viertel endete punktlos. Im zweiten Quarter setzten die Hausherren vom Theodor-Fliedner-Gymnasium dann einige Ausrufezeichen. Quarterback Max Bühling schloss eine gelungene Angriffsserie mit einem Touchdown-Pass über 35 Yards zu Christopher Kähling ab. Die Panther konterten prompt. Erst spielten sie an der 40-Yards-Linie mutig einen vierten Versuch aus und der Erfolg dabei beflügelte Spielmacher Lucas Wevelsiep nur drei Spielzüge später zum fulminanten Touchdown-Lauf zum Ausgleich.

Danach folgte ein wahres Fehler-Festival der Raubkatzen. Ein Punt der Typhoons wurde berührt, aber nicht gesichert: Die Gastgeber erhielten den Ball an der gegnerischen 10-Yards-Linie. Die Defense leistete harte Gegenwehr, konnte aber den zweiten Touchdown-Pass der ‚Schul-Mannschaft‘ letztlich nicht verhindern. Noch vor der Pause baute das TFG-Team seine überraschende Führung aus, als Linebacker Tom Hirschmann einen Wevelsiep-Fehlpass über 60 Yards zurücktrug. „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, den Gegner unterschätzt, uns Undiszipliniertheiten geleistet. Kurz und gut, wir haben da genauso schlecht gespielt, wie wir in der Woche zuvor trainiert hatten“, analysierte Panther-Cheftrainer Allan Verbaeken die ersten beiden Quarter: „Daher war die Führung auch in der Höhe völlig verdient.“

Anschließend zeigten allerdings die Pausenansprachen der Coaches des Rekord-Jugendmeisters Wirkung: In der zweiten Hälfte wurden die Panther mit einer (fast) fehlerfreien und vor allem auch disziplinierten Vorstellung plötzlich ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Fliedner-Schüler wurden hingegen zusehends nervöser und leisteten sich zunehmend dumme Fouls. Die vorher schon ordentliche Defense der Raubkatzen ließ gar nichts mehr zu und erzwang bei sieben Ballbesitzen der Gastgeber gleich fünf Ballverluste der Typhoons. Flamur Simon fing zwei TFG-Pässe ab, Dion Brenner Torres einen weiteren. Zweimal wurden versuchte Läufe durch die Mitte nicht nur von der Defense Line gestoppt, sondern Fumble der Kaiserswerther verursacht und von den Panthern erobert. Und der Angriff brillierte, allen voran das Duo von Quarterback Lucas Wevelsiep und Passempfänger Max Redlich, das alleine für drei Touchdowns verantwortlich zeichnete. Zwischenzeitlich erlief der Panther-Spielmacher über 20 Yards seinen zweiten Touchdown des Tages.

Den Schlusspunkt setzte Runningback Hendrik Geis, der seine starke Partie krönte, als er über 38 Yards unwiderstehlich zum 42:21-Endstand sprintete. Dank der soliden Arbeit der Special Teams schienen zudem die sicher verwandelten Extrapunkte durch Marius Rieks wie bloße Routine. „Wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen, können wir auch bei den beiden nun anstehenden schweren Auswärtsspielen in Köln und Paderborn bestehen“, strahlte Headcoach Verbraeken, der „ganz besonders stolz“ darauf war, „dass ihr als Team zusammengehalten und euch selbst aus dem Loch der ersten Hälfte herausgezogen habt. Das war vorbildlich.“

TFG Typhoons Düsseldorf – Düsseldorf Panther 21:42 (0:0, 21:7, 0:14, 0:21)
07:00   Christopher Kähler, 35-Yards-Pass von Max Bühling, PAT Jannik Jürgensen
07:07   Lucas Wevelsiep, 17-Yards-Lauf, PAT Marius Rieks
14:07   Leon Hoffmann, 8-Yards-Pass von Max Bühling, PAT Jannik Jürgensen
21:07   Tom Hirschmann, 60-Yards Interception-Return, PAT Jannik Jürgensen
21:14   Max Redlich, 12-Yards-Pass von Lucas Wevelsiep, PAT Marius Rieks
21:21   Lucas Wevelsiep, 20-Yards-Lauf, PAT Marius Rieks
21:28   Max Redlich, 17-Yards-Pass von Lucas Wevelsiep, PAT Marius Rieks
21:35   Max Redlich, 8-Yards-Pass von Lucas Wevelsiep, PAT Marius Rieks
21:42   Hendrik Geis, 38-Yards-Lauf, PAT Marius Rieks