Zu sagen, es würde es um nichts mehr gehen, sondern die Panther würden nur noch an die Relegation gegen den Primus der zweiten Liga Nord denken, würde dem neuen Headcoach der Düsseldorf Panther, Tim Johnson, niemals einfallen. Der ehrgeizige Coach, der im Training auch schon mal positiv laut wird, hat andere Ziele. „Ich möchte jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen es geht“, denkt Johnson positiv an die kommenden Aufgaben, und ergänzt, „wir haben einige gute Jungs dazu bekommen. Daher glaube ich, dass wir ein besseres Team sind als in der Hinrunde.“ Die Panther-Fans können sich davon am Samstag überzeugen, wenn es ab 17 Uhr im Benrather Stadion gegen die scheinbar übermächtigen Dresden Monarchs gehen wird.

Tim Johnson

Dass das Team in der zweiten Saisonhälfte den Panther-Fans besseren Football anbieten wird, kann durchaus sein, wächst die Mannschaft doch immer besser zusammen und das Training nach der Sommerpause war durchaus ansprechend. Mit hoher Intensität wurde im Trainingslager von Freitag bis Sonntag voriger Woche an der eigenen Stärke gefeilt. Mit dabei waren einige neue Spieler. WR Trevor Vasey, der schon vor der Sommerpause gegen die Kiel Baltic Hurricanes im Einsatz war, verstärkt die Offense der Düsseldorfer. LB Derrick Bryant soll das Laufspiel des Gegners verhindern. Neben den beiden US-Amerikanern freuten sich die Panther auch über DB Yannick Steger aus Troisdorf, LB Jerome van Ingen (Jugend), QB Lucas Wevelsiep (Jugend), RB Nafiu Banjoko (Jugend), DB Can Ari (Jugend), LB Jerome Bottin und WR Kim Sane, die beide schon während der Hinrunde zum Team kamen. RB Khris Francis, DB Jakob Adelman, DB Jonathan Armendariz und OL Josh Hawkins gehören nicht mehr zum Kader und haben die Heimreise angetreten. Auch neben dem Spielfeld hat sich was getan. Die Panther freuen sich mit OL-Coach Roland Wolff, der von den Cologne Crocodiles zurückgekehrt ist, und Mele Mosqueda zwei neue Trainer an der Seitenline begrüßen zu können.

Waren die Panther in dieser Saison ziemlich erfolglos, so feierten die Monarchs von Headcoach Ulrich Däuber, der seit der vergangenen Spielzeit das Sagen hat, fünf überaus souveräne Siege mit mindestens 17 Zählern Unterschied. Angeführt wird das Team vom neuen US-Quarterback Zack Greenlee, der im Winter von der University of Texas in El Paso an die Elbe kam. Der warf in seinen sechs Einsätzen durchschnittlich Pässe für 308 Yards Raumgewinn und 16 Touchdowns und erlief vier weitere Sechs-Punkte-Erfolge selbst. Beim Topspiel gegen Braunschweig zog er sich eine Rippenprellung zu und musste deshalb bei der Niederlage in Hildesheim nur zuschauen. Greenlees liebste Anspielstationen ist KeVoon Mabon, der mit 58 Catches für 959 Yards und acht Touchdowns bereits eindrucksvoll zeigte, warum er an der Ball State University drei Jahre Starter war. Mit dem französischen Europameister Cheikhou Sow (von Nationaltrainer Patrick Esume empfohlen, sieben Touchdowns) und dem auch schon für die Panther aktiven Martin Emos (5) verfügen die Dresdener über zwei weitere brandgefährliche Waffen in der Passattacke. Das Laufspiel, das lediglich ein Drittel der Angriffs-Spielzüge ausmacht, wird weitesgehend von Glen Toonga getragen. Nach 1.007 Yards und sieben Touchdowns 2018 hat der in dieser Saison bislang 414 Yards und drei TDs erlaufen.

Düsseldorf Panther – Dresden Monarchs
Samstag, 27. Juli, Kick-off 17 Uhr
Stadion VfL Benrath