So, nun denkt Football-Deutschland direkt Lars Trömel, Headcoach der U19-Jugend der Düsseldorf Panther, muss nach zwei Jahren die Panther verlassen, weil die Herren im Vorstand des Düsseldorfer Footballclubs mit seiner Arbeit nicht zufrieden wären. Die Gedanken können durchaus passieren, denn in den zwei Jahren in Verantwortung holte Trömel mit dem Footballnachwuchs der Panther keinen Titel an der Rhein. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Als die Nachricht durch die Flure der Raubkatzen eilte, war dies ein schlechter Tag für den Traditionsclub. Trömel verlässt die Panther auf eigenen Wunsch, ein Umzug in den Mittelpunkt der Familie seiner Frau Katharina nach Schönberg in Schleswig-Holstein lassen den Nebenjob bei den Raubkatzen in Düsseldorf nicht mehr zu.

Foto Patrick Herms

Michael Wevelsiep, Vorstandsmitglied der Panther und verantwortlich für die Zusammenstellung der Panther, sprach dann auch direkt von einem herben Verlust, den die „Rookies“ hinnehmen müssen. „Lars zu ersetzen wird uns sehr schwerfallen. Ich habe, seitdem ich Lars damals nach Düsseldorf geholt habe, keinen Tag davon bereut und hätte mir gewünscht, dass er ein fester Bestandteil der Panther bleibt. Er ist ein Gewinn für jede Mannschaft und wir wünschen ihm natürlich alles Gute.“ Der 42jährige Trömel stand nicht nur abends vor Jugendlichen, sondern auch im realen Leben. Tagsüber unterrichtete er Sport und Englisch an einer Schule in Düsseldorf, danach die jungen Panther. Dass nun der Umzug an die Ostsee sehr kurzfristig zu Stande kam, liegt im System begründet. Man muss eben nehmen, was kommt, egal zu welcher Zeit. Gegeben in seiner zweijährigen Zeit bei den Rookies hat er viel, und er hat viel zurückbekommen. Zwei Jahre mit überwiegend positiven Momenten, die die jungen Panther zweimal in die Play-offs der GFL-Juniors gebracht haben. Zweimal mit knappen Niederlagen, die dem sympathischen gebürtigen Frankfurter den Junior Bowl gekostet haben. „Das Level im Jugendfootball ist insgesamt sehr gestiegen. Deswegen bin ich sportlich auch so sehr zufrieden, wie die zwei Jahre abgelaufen sind“, erzählt der nun ehemalige Headcoach der Panther-Rookies. Dieser Pokal wäre ihm nur wichtig für die Jungs, seinem Team, gewesen. „Letztendlich wiegen aber die schönen gemeinsamen Erlebnisse und Erinnerungen schwerer als ein gewonnenes Spiel“, ergänzt Trömel. Blickt er zurück, so erinnert er sich nur an die positiven Dinge. „Ich denke zum Beispiel daran, was wir als Mannschaft erlebt und erreicht haben. Die Spieler sind in den Jahren mental, menschlich, von ihrer Persönlichkeit sehr gewachsen und haben sich so sehr positiv entwickelt“, erzählt der Footballlehrer.

Die Panther um Michael Wevelsiep und Markus Becker sind nun auf der Suche nach einem Nachfolger für die U19-Mannschaft. „Gespräche haben schon stattgefunden und vielleicht geht es auch ganz schnell, dass wir Vollzug melden können“, erzählt Wevelsiep.

Noch was Nachdenkliches für Football-Deutschland hat Trömel auch noch zu sagen. „Ich verliere lieber einen Junior Bowl mit fünf Punkten, anstatt einen mit 70 Punkten zu gewinnen. Der Jugendfootball in Deutschland ist besser geworden, einige Teams hätten Meister werden können!“ Dass die Panther es am Ende nicht mit dem Bowl geschafft haben, ist zwar ärgerlich, aber in erster Linie steht das Panther-Jugendprogramm unter dem Vorsatz, die Jugendlichen weiter zu entwickeln. Und das ist dem Mann mit dem langen Bart an der Seitenlinie der Panther-Rookies sehr gut gelungen. Lars Trömel zu verlieren, ist ein großer Verlust für die Panther.

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