Erst zum zweiten Heimspiel bitten die Panther ihre Fans am Samstag um 17 Uhr ins Stadion des VfL Benrath. Gegner sind die Berlin Rebels, die am letzten Wochenende mit dem 33:13 gegen die Kiel Baltic Hurricanes ihren ersten Sieg feiern durften. Das erträumen sich die Panther auch, denn nach sechs Niederlagen aus sechs Spielen steht der Aufsteiger schon mit dem Rücken zur Wand.Da würde ein Erfolg gegen die Rebellen aus Berlin dem Team von Headcoach John Leijten guttun. „Die Frage, ob wir eine Chance gegen Berlin haben werden, kann ich nicht beantworten“, so Leijten und ergänzt, „sie hatten einen ähnlich harten Start in die Liga wie wir. Wollen wir erfolgreich sein, dann müssen wir über die ganze Spielzeit alles reinwerfen, was wir haben.“

Panther Defense
Foto Stephan Partisch

Und dass die Raubkatzen alles reinwerfen können, haben sie in Köln gezeigt, auch wenn es erneut nicht gereicht hat. Denn dem Gegner wurden mal wieder Präsente überreicht, die kein Erstligist ablehnen kann: Bei einem Punt der Kölner berührte ein Panther den Ball, der dann frei war und von den Gastgebern erobert wurde. Im Anschluss gingen die Crocodiles in Führung und die Panther konnten nur noch hinter den Kölner Punkten herlaufen. Nachdem die Crocodiles nach der Pause weiter punkteten, war die Messe gelesen. Wie also jetzt die Berliner schlagen? „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Berliner nun bessere Ergebnisse erzielen werden – auch weil deren Defense besser ist, als es die bisherigen Resultate es aussagen“, so Leijten.

Warum die Berliner mit 1:3 in die Saison gestartet sind, liegt auf der Hand. Ähnlich wie bei den Panthern verloren sie in der Offseason mehr als 30 Spieler und ein neues Team musste aufgebaut werden. Eine entscheidende Rolle soll dabei ein dominierendes Laufspiel spielen. Neben dem niederländischen Runningback Chris Smith sorgt in diesem Jahr der Franzose Andreas Betza für Glanzlichter, der in den ersten vier Partien immerhin schon fünf Touchdowns erlaufen hat. Dabei ist der meistbeschäftigte und erfolgreichste Protagonist im Laufspiel Quarterback Terrell Robinson. Der us-amerikanische Spielmacher, der bereits seine vierte Saison bei den Rebellen aus dem westberliner Stadtteil Charlottenburg absolviert, steht genauso für Kontinuität wie Passempfänger Alexander Tounkara Kone, der ebenfalls in seinem vierten Jahr nach nur zwei Spielen in der vorigen Saison wieder voll einsatzfähig ist. Daneben wird das Corps der Wide Receiver von Berlin-Rückkehrer und Ex-Adler Naji El-Ali und dem aus Moskau gekommenen US-Boy Faalevao Esekielu ergänzt. Mit diesem Trio sorgt Quarterback Robinson dafür, dass die Offense der Rebels nicht mehr ganz so lauflastig ist wie 2018. Außerdem wurde Anfang Juni mit Kurt Palandech ein zweiter US-Quarterback an die Spree geholt, der gegen Kiel sein erfolgreiches Debüt gab. in der norddeutschen Landeshauptstadt wechselten die beiden sich auf der „10“ ab und etablierten so eine sehr gute Offense.

So bleibt wieder nur eins übrig: Weniger Fehler machen als der Gegner und alles reinwerfen, was man hat. Sicher kein schlechter Plan, er müsste nur auch endlich mal funktionieren. Der Mannschaft und den Fans der Panther wäre es zu wünschen.

Düsseldorf Panther – Berlin Rebels
Samstag, 15. Juni, Kick-off 17 Uhr
Stadion VfL Benrath, Eingang über Bayreuther Straße