In diesen Tagen und Wochen schaut die ganze Sportwelt auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Da mag es vielleicht mal ein tolles Ablenkungsprogramm sein, sich einen anderen Sport anzuschauen. Wie wäre es mit American Football? Die nächste Gelegenheit für die Düsseldorfer Football-Fans bietet sich schon am Samstag, wenn die Düsseldorf Panther im heimischen Benrather Stadion um 17 Uhr in der GFL-2 Nord die Lübeck Cougars empfangen. Auch wenn die Panther Anfang Mai in Lübeck mit einen deutlichen 37:14 Sieg nach Hause fuhren, dürfen die Benrather natürlich den Gegner nicht unterschätzen. „Wir müssen jeden Gegner der Liga ernstnehmen. Unser Ziel ist es jede Woche zu dominieren und uns als Team zu verbessern, weshalb kein Gegner unterschätzt werden darf,“ meint Team-Captain Till Janssen.

Gute Besserung, Geraldo Boldewijn
Foto: Hubert Bädorf

Auch wenn beide Mannschaften in der Tabelle weit entfernt sind, die Panther als Spitzenreiter mit 12:0 Punkten, die Lübeck Cougars als Vierter mit 6:6 Punkten, haben Sie doch seit letzter Woche eine traurige Gemeinsamkeit. Beide Teams müssen für den Rest der Saison auf wichtige Spieler in der Offense verzichten. Während es bei den Cougars Top-Scorer Julian Dohrendorf erwischt hat, müssen die Panther auf den Niederländer und NFL-Akteur Geraldo Boldewijn verzichten. „Geraldo hat sich letzte Woche im Training die Achillessehne gerissen und fällt für den Rest der Saison aus“, berichtet ein sichtlich geschockter Panther-Headcoach Pepijn Mendonca. Die Folge ist, dass sich die übrigen Receiver Boldewijns Aufgaben teilen müssen. Schon letzte Woche in Berlin stellte sich Tight End Florian Eichhorn des öfteren auf die Wide-Receiver Position und erzielte damit sogar zwei Touchdowns. Ein Rezept, was gegen die Lübecker am Samstag vielleicht wieder angewendet wird. Das gleiche gilt natürlich für die Gäste, die „Berglöwen“, die die Last des Ausfalls ihres wichtigsten Spielers Dohrendorf nun ebenfalls auf andere Schultern verlagern müssen. Mit ihren zwei US-Boys, Quarterback Taylor Watkins und Running-Back Jamie Dale scheinen die Vorrausetzungen gegeben zu sein. „Am Ende des Tages müssen wir uns einfach auf unsere Aufgaben konzentrieren und, um Coach Luigi Figlia zu zitieren, „abliefern““, will sich Janssen auf die doch so starke Defense-Arbeit der Panther fokussieren.

Nach dem Spiel steht bestimmt bei den Zuschauern, dem Stab und den Spielern der Panther wieder die Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Plan. Auch bei dem holländischen Cheftrainer der Raubkatzen Pepeijn Mendonca, der nach der Nicht-Teilnahme der Niederlande ein ungewöhnliches Lieblingsteam hat, das am Samstagabend gegen Spanien ins Turnier eingreift. „Nachdem Holland nicht dabei ist, fiebere ich mit Portugal mit, da mein Vater ein Portugiese ist“, erzählt Mendonca. Deutschland muss dagegen auf den Fan Mendonca warten. „Erst wenn Portugal ausgeschieden ist, bin ich natürlich für Deutschland.“

Düsseldorf Panther – Lübeck Cougars
Samstag, 16. Juni, Kick-off 17 Uhr
Stadion Benrath, Eingang Bayreuther Straße