01_09_2014_news_gflteamAls hätten es beide Mannschaften schon während der Partie geahnt: Nachdem der Referee nach nur knapp zwei Stunden den Football zum Zeichen des Schlusspfiffes gehoben hatte, öffnete sich der Himmel und ein kräftiges Gewitter setzte im Stadion des VfL Benrath ein. Zuvor hatten die 1401 Zuschauer eine gute erste Hälfte der Düsseldorf Panther und eine wütende zweite Hälfte der NewYorker Lions aus Braunschweig, dem amtierenden deutschen Meister, gesehen.

Ärgerlich aus der Sicht der Panther und der Zuschauer: Die 0:58 (0:9, 0:14, 0:28, 0:7) Niederlage gegen die Lions ist eindeutig zu hoch ausgefallen. „Wir haben es leider nur eine Halbzeit geschafft die Lions zu ärgern, trotzdem haben sie natürlich Punkte gemacht, was man gegen Braunschweig nicht verhindern kann. Aber wir haben sie deutlich verärgert, weil wir sie ganz gut gefordert haben. Deswegen bin ich eigentlich ganz zufrieden, obwohl mir das Endergebnis natürlich zu hoch ist“, bilanzierte Defense-Trainer Jörg Mackenthun nach dem Spiel.

Unterschlagen hatte er in seinem Statement – aber als Defense-Trainer sei ihm es verziehen – die zahlreichen Möglichkeiten, die die Raubkatzen auf das Scoreboard hätten bringen können oder sogar müssen, doch ohne Danny Lange, der für die Fieldgoals zuständig ist und Björn Roese, der als Holder agiert, mussten die Gastgeber auch in vielversprechenden Situationen den vierten Versuch ausspielen. „Das Risiko ohne etatmäßigen Holder und Kicker Fieldgoals zu versuchen, erschien uns zu hoch“ erklärte Offense Trainer Markus Zielke. Dies sollte sich als großes Handicap herausstellen, denn die Offense der Raubkatzen um Spielmacher Manuell Engelmann stand einige Male in aussichtsreicher Fieldgoal-Position und musste dann mangels Lange und Roese den vierten Versuch ausspielen, was kein einziges Mal gelang. So waren die Benrather im ersten Spielabschnitt zum Beispiel bis an die 17-Yards-Linie der Niedersachsen gelangt und mussten den Football an die Gäste abgeben. Als dann der junge Düsseldorfer Spielmacher Manuel Engelmann kurz vor dem Halbzeit-Tee beim Stande von 0:16 kurz vor der Lions-Endzone den Ball verlor, schienen alle Dämme der Panther zu brechen. Jörg Mackenthun sah dann leider das, was dem jungen Panther-Team die ganze Saison zu schaffen macht: „In der zweiten Halbzeit haben wir erneut individuelle Fehler gemacht, die dann zu vier schnellen Touchdowns der Braunschweiger geführt haben.“ Nach diesem dritten Viertel, wo die Hausherren satte 28 Punkte von den Gästen ins Körbchen gelegt bekamen,  war die Luft bei beiden Mannschaften raus und die zwei Panther-Übungsleiter konnten dann sogar vielen Nachwuchsspielern Einsatzminuten verschaffen. „Nächstes Wochenende müssen wir nach Dresden und da hoffe ich, dass wir die Monarchs genauso ärgern können, wie heute die Lions,“ so Mackenthun.

Nach dem Abpfiff kam noch Wehmut unten den Panther-Fans auf, als Raphael Llanos-Farfan und Boris Marschall sich von den Fans verabschiedeten: Beide werden nach der Saison die Football-Schuhe an den Nagel hängen. Die Panther bedanken sich für die Jahre im Panther-Trikot und wünschen den beiden für ihre Zukunft alles Gute.

Düsseldorf Panther – NewYorker Lions 0:58 (0:9, 0:14, 0:28, 0:7)

1. Viertel: 0:6 Tommi Pinta, 3-Yards-Pass von Casey Therriault, 0:9 Tobias Goebel, 35-Yards-Fieldgoal

2. Viertel: 0:15 Michael Andrew, 11-Yards-Pass von Therriault, 0:16 Goebel, 0:22 Anthony Dablé, 9-Yards-Pass von Therriault, 0:23 Goebel

3. Viertel: 0:29 David McCants, 1-Yard-Lauf, 0:30 Goebel, 0:36 Anthony Dablé, 75-Yards-Pass von James Peterson, 0:37 Goebel, 0:43 McCants, 53-Yards-Lauf, 0:44 Goebel, 0:50 Simon Bollmann, 50-Yards-Interception-Return, 0:51 Goebel

4. Viertel: 0:57 Niklas Römer, 8-Yards-Pass von Peterson, 0:58 Goebel

Zuschauer: 1401