Vierzig Jahre sich nun vergangen, seit Meinhard Pfanner eine Gruppe von weiteren sechs Personen um sich scharte und in der Gaststätte „Kessel“ in Düsseldorf-Flingern am 1. Mai 1978 um 19.30 Uhr den „1. Düsseldorfer Football-Club 1978“ gründete. Nun, 1978 war nicht gerade ein Footballjahr in Deutschland. Es existierten neben den Panthern nur die Frankfurter Löwen, die sich aus Soldaten der US-Army zusammensetzten. Eine Liga? Ein Verband? Weitere Teams, gegen die man spielen konnte? Nein, das gab es alles nicht.
Für Düsseldorfer vielleicht interessant, dass in diesem Jahr rheinaufwärts der 1. FC Köln deutscher Fußballmeister wurde, die hier ansässige Fortuna den fünften Tabellenplatz und ein kleiner Verein Namens FC Bayern München Platz 12 belegte. Weitestgehend unbekannt war hierzulande bisher dieser amerikanische Sport und das Wort „Football“ wurde in Deutschland natürlich nur mit den runden Bällen assoziiert. So wunderte man sich wohl nicht, dass die sechs anderen Aufrechten neben Meinhard Pfanner wohl eher aus Mitleid statt aus Überzeugung für den Sport „American Football“ den Gründungsantrag unterschrieben. Die Namen der sechs anderen sind den älteren Panthern immer noch geläufig und auch das Dokument mit den Unterschriften liegt vor, welches sicherlich ein Zeitdokument des deutschen Footballs ist. Gerd Bucher, seine Frau Monika, Petra Lau, Petra Zimmermann, Willy Reinartz und Jack Hauswald sind neben Meinhard Pfanner auf dem Dokument zu finden.

Das Gründungsdokument

Ab diesem 1. Mai 1978 nahm der Football in Deutschland dann Fahrt auf. Zwei Wochen später war ein erstes Logo der Panther entworfen und nun musste trainiert werden. Nur wie? Für die ersten 20 Panther gab es noch nicht mal einen Football und auch ein Regelwerk war nicht sofort zur Hand. So wurden Gewichte gestemmt und durch Wälder gerannt – bis dann der Zufall eine Rolle spielte. Während des Wintertrainings hielten auf einmal mehrere Autos am Rheinpark an und aus diesen stiegen die ersten Amerikaner der Panther, die damals in Kapellen bei der US-Army stationiert waren. Holly Hollingworth (QB), Rande Quick (DE), Kennedy Cowell (DE), Joe Childress (C), Larry Bradfield (RB), James Grand (Def), Ken Meeks (Def), John (Mac) Cune (LB), Tommy (Big „O“) Overton (LB), Eddie Edkew (LB) und Raymond Lewis (S) brachten die Panther nach vorne. Die erste Saison 1979 war trotzdem nicht gut, aber sehr lehrreich. Die Premiere gegen die Frankfurt Lions ging im Stadion des DSV in Lierenfeld vor 4.500 Zuschauern mit 0:38 verloren und auch das erste Auswärtsspiel in Berlin bei den Bären sollte mit 0:32 nicht erfolgreich sein. Erst im dritten Spiel gegen die Munich Cowboys schaffte Running Back Detlev Braun die ersten Punkte für die Panther. Doch wurde die Saison mit 0:20 Punkten und 38:297 Scores abgeschlossen. Der erste Sieg sollte 1980 in Bremerhaven bei den Seahawks glücken, gegen die man dann auch das Endspiel in der Nordwestdeutschen-Football-Liga (NFL) mit 15:6 gewann und so den ersten Pokal in den Himmel halten konnte.

Von da an waren die Düsseldorf Panther eine Erfolgstory. Nach 40 Jahren stehen die Raubkatzen bei sechs deutschen Meistertiteln, zwei NFL-Meistertiteln , drei zweiten Plätzen und einem Eurobowl-Triumpf. Auch die fantastische Jugendarbeit der Düsseldorfer muss erwähnt werden. Mit 15 deutschen Meistertiteln für die U19 stehen die „Rookies“ unangefochten auf Platz 1 des Tableaus, nicht zu vergessen die vielen Erfolgen in den jüngeren Jahrgängen. Neben den Spielen auf dem Platz waren und sind die Pantherettes, die Cheerleader der Düsseldorf Panther immer schon war besonderes gewesen und nach wie vor ein Aushängeschild der Panther. Noch nicht lange dürfen die „Frauen“ aber auch selber spielen. Die Düsseldorf Pantherladies machen es möglich.

Die Düsseldorf Panther verkörpern Tradition, Erfolg in der Gegenwart, Vergangenheit und natürlich, so hoffen wir natürlich alle, auch in der Zukunft.

Herzlichen Glückwunsch zum 40. Geburtstag, Düsseldorf Panther. Wir werden niemals alt.

Mannschaftsfoto von 1978