Eigentlich ist er ja selbst Schuld. „Ich war total überwältigt von der großen Anzahl der Spieler, die am Freitag da waren“, freute sich der neue Cheftrainer der Düsseldorf Panther, Deejay Anderson, noch Tage später. Erwartet hatte der Düsseldorfer Traditionsverein nur etwa 20 bis 30 Spieler, die nach den letzten enttäuschenden Spielzeiten Interesse zeigen wollten am Rhein zu spielen. „Gekommen sind dann mehr als 80 Akteure, was mich unheimlich gefreut hat, denn es zeigt, dass die Panther weiterhin sehr attraktiv sind“, so Anderson weiter. Dies hatte zur Folge, dass er nach Ende der Veranstaltung um Viertel vor neun noch bis halb elf im Leonardo Hotel am Düsseldorfer Hauptbahnhof war, um die Fragen der Spieler in gewünschten Einzelgesprächen zu beantworten. Und auch diese Zeit reichte nicht aus. So ist und war der gebürtige Amerikaner in dieser Woche viel unterwegs, um noch letzte Gespräche zu führen und das kommende Wintertraining zu planen. „Aber das wollte ich ja auch so, anders wäre es nicht gut“, so Anderson weiter.

Deejay Anderson
Deejay Anderson

Mit dabei an diesem Abend war seine schon feststehende Trainercrew: Gary Spielbuehler (Defense Coordinator), Francesco Mavaro (Running Backs), Peter Groß-Paaß (Defense Line), Bastian Wilfert (DB). Dorothee Appel (Athletik). Roland Wolff (Offense Line) und Estrus Crayton (Wide Receiver), der seine Zelte wieder bei den Panthern aufschlagen wird, fehlten entschuldigt. Weiterhin auf der Suche ist der neue Ober-Panther nach einem Offense Coordinator, weil der fest eingeplante und mit einer Zusage versehene Trainer Deejay in der Nacht von Freitag auf Samstag doch noch absagte. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. „Aber auch da werden wir eine Lösung finden“, ist sich Anderson sicher.

Los geht’s für das neue Team am 19. November mit dem Auftakt zum Wintertraining beim Partner der Panther, der Athletenschmiede in Düsseldorf-Oberkassel. Dorothee Appel und Christian Strauß bleibt es vorbehalten, die schweren und leichten Jungs für die Aufgabe in der zweiten Liga Nord fit zu machen. Auf dem Programm stehen ein Core-Training, wo ganzeinheitliche Übungen gemacht werden und ein Lifting-Teil, wo spezielle Regionen des Körpers trainiert werden. Am 2. März werden die Panther zum ersten Mal draußen footballtypisches Kontakttraining betreiben, bevor es dann in Düsseldorf zu zwei Vorbereitungsspielen kommen soll. „Ich möchte nicht eine weite Reise zu so einem Spiel machen“, so der Football-Lehrer und ergänzt: „Der erste Test wird wahrscheinlich gegen einen leichteren Gegner gehen und der zweite gegen einen Bundesligisten. Dann wissen wir, wo wir stehen.“ Wobei stehenbleiben für den in Langenfeld lebenden Trainer keine Option ist, denn nach diesen Worten muss er schnell noch zum nächsten (Panther) Termin.