Eine zeitweise teuflisch gute Vorstellung boten die Raubkatzen gegen die Dämonen: Mit dem 41:0 (12:0, 8:0, 14:0, 7:0) haben die Panther Prospects gegen die Düren Demons ihren dritten Saisonsieg in der Verbandsliga West gefeiert. Dank einer konsequenten Darbietung der Defense, die den Gegner nur einmal in die Nähe der eigenen Endzone kommen ließ, und der bisher besten Saisonleistung der Offense wurden die Demons förmlich deklassiert.

Von Beginn an setzte die von Lars Ritter sehr gut eingestellte Düsseldorfer Deckung den Quarterback der Demons ständig unter Druck und unterband darüber hinaus rigoros alle Ansätze eines Laufspiels. So kamen die Dürener lediglich einmal kurz vor der Pause – begünstigt von einigen dummen Fehlern und unnötigen Fouls der Gastgeber im Arena-Sportpark – in die Redzone des Perspektivteams. Doch lief den Gästen dann die Zeit davon, die Null stand weiter – und das dank einer konzentrierteren Vorstellung nach der Pause bis zum Ende.

Auf der anderen Seite scorte der Angriff der Panther zwar (fast) nach Belieben, doch „das war noch lange nicht alles perfekt. Es gibt noch mehr als genügend Aspekte, in denen wir uns verbessern müssen“, kritisierte Offense Coordinator Paolo Bizarri. Ein Sonderlob hatte er für das Debüt von Deion Günther, der fünf Tage nach seinem 18. Geburtstag einen überzeugenden Einstand als Quarterback der Prospects gab. Der lange Panther-Spielmacher warf vier Touchdown-Pässe zu Nils Ahlborn, Ron Burak, Philipp Glasmacher und Saddik El-Bouchikhi (je sechs Punkte) und erlief selbst einen weiteren Touchdown und eine Two-Point-Conversion (8).

Routinier Patrick Braun (6), der sich entschlossen durch die Demons-Deckung durchtankte, und die gelungenen Extrapunkt-Versuche von Linebacker und Kicker Cris Schwab (3) sorgten für die restlichen Punkte. Was bei der Offense besonders beeindruckte, war der ausgewogene Wechsel zwischen dem Laufspiel, bei dem einmal mehr ‚Workhorse‘ Thomas Rockel die Hauptarbeit erledigte, und dem Passspiel, bei dem im Verlauf der Begegnung mehr als ein halbes Dutzend der Düsseldorfer Wide Receiver bedient wurde. Da auch die Offense Line um Spielertrainer Rüdiger Schrörs immer wieder Lücken für die Läufe riss und Spielmacher Günther Zeit für seine Pässe verschaffte, können die Prospects mit Zuversicht in die beiden letzten Saisonspiele gehen.

Das Prestige-Duell mit der zweiten Mannschaft der Langenfeld Longhorns am kommenden Sonntag (25. September 2016, Kick-off: 15 Uhr im Arena-Sportpark) ist daher ein Muss für alle Panther-Fans. Mit den Longhorns haben die Prospects nach dem 14:30 im Hinspiel, in dem die Düsseldorf lange führten, noch eine Rechnung offen.